Der SC DHfK Leipzig kassiert eine heftige Klatsche im Keller-Kracher. Nach dem 28:35 gegen den Bergischen HC wird der Absturz in die Zweitklassigkeit immer wahrscheinlicher. Aufsteiger BHC macht dagegen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Handball: Bergischer HC zerlegt Leipzig

Der Gastgeber hatte aus den ersten beiden Spielen des neuen Jahres drei Punkte geholt, die Gäste hatten jahresübergreifend sechs Pleiten in Folge kassiert. Dieses Momentum will die DHfK nutzen. Ein schöner Dreher von Leipzigs Vize-Europameister Franz Semper eröffnet den Keller-Kracher des Vorletzten gegen den Drittletzten, in dem mächtig Tempo ist. 5:5 steht es nach zehn Minuten. Fortan rennt Leipzig jedoch einem Rückstand hinterher.

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Denn der BHC ist vor allem auf Leipzigs zuletzt überragenden Regisseur Dean Bombac glänzend eingestellt und hat auch ein paar Paraden mehr von Christopher Rudeck zu bieten. Auf der Gegenseite geht Domenico Ebner schon nach zehn Minuten aus der Kiste. Doch auch Tomas Mrkva bekommt zunächst kaum was zu fassen. Dann auch noch das: Leipzigs Kreisläufer Tim Hertzfeld muss nach einem Foul an Joshua Thiele mit Rot auf die Tribüne (23.). Leipzig wackelt – und das am 15. Geburtstag ihres Fanclubs „Feuerball“. Mit einem 14:16 geht es in die Pause.

Trainer Frank Carstens und seine Assistenten Matthias Albrecht und Milos Putera laufen mit durchaus sorgenvollen Mienen in die Kabine. Leipzig findet weiter keine Mittel, um den Rückstand zu verkürzen. Hinter dem Kampfgericht fuchtelt Geschäftsführer Karsten Günther immer wieder mit den Armen. Fast so, als ob er selbst in der Abwehr aushelfen will. Denn da fallen die Gegentore vor den 5280 Zuschauern einfach zu leicht. Beim 24:29 durch Julian Fuchs (48.) ist das Spiel entschieden. Der SC DHfK lässt sich daheim vom Aufsteiger abkochen. Das sorgt für Entsetzen im Klub. Die Spieler senken nach Abpfiff die Köpfe. Die Augen sind leer.

Trainer Frank Carstens wurde deutlich: „Wir haben einen Schlag in die Fresse gekriegt. Und das tut schweineweh. Aber wir greifen wieder an.“ 12 Spiele sind dafür noch Zeit.