Ukrainischer Drohnenmanager warnt Europa vor technologischem Rückstand
- Lesezeit: 1 Minuten
- Erstellt: 02. März 2026
Der ukrainische Drohnenmanager Mykyta Roschkow warnt Europa vor einem sicherheitspolitisch riskanten Rückstand bei unbemannten Systemen. „Russland und China sind schneller als alle europäischen Staaten zusammen“, sagte Roschkow dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in Kiew mit Blick auf die Entwicklung in dem Bereich. „Was wir in der Ukraine mit unserer Technologie und unserem Verteidigungswillen leisten, verschafft Europa Zeit. Wir kaufen Europa Zeit.“ Roschkow riet: „Nutzt diese Zeit klug. Beschleunigt den Aufbau robotischer Systeme.“
Roschkow ist Leiter der Geschäftsentwicklung beim ukrainischen Unternehmen Frontline Robotics, das mit dem deutschen Hersteller Quantum Systems im neuen Joint Venture „Quantum Frontline Industries“ kooperiert. Das Gemeinschaftsunternehmen produziert in Deutschland Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte.
Der Manager sagte, das Joint Venture solle als „Blaupause“ dienen, um deutsche Industrie systematisch mit ukrainischem Know-how in den Bereichen Drohnen, Robotik und Verteidigungstechnologie zu verknüpfen.
Roschkow sagte, Europa investiere weiterhin zu stark in klassische Waffensysteme. „Noch immer fließt der Großteil der Budgets in klassische Kategorien – Panzer, Kampfflugzeuge, Artillerie –, vergleichsweise wenig hingegen in Drohnen. Diese Prioritätensetzung entspricht nicht mehr der Realität.“ Zugleich sei das europäische Beschaffungssystem zu langsam für die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen. „In einem Krieg wie in der Ukraine werden Drohnen praktisch monatlich weiterentwickelt.“
Autor: © RND / Redaktion
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