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Der Iran übt Vergeltung für die Angriffe der USA und Israels. Bundeswehr-Einheiten in der Region geraten unter Beschuss. Die aktuelle Lage im Ticker.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Zeitrahmen für Iran-Krieg und droht“,“position“:“1″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“54″}}“>Trump setzt Zeitrahmen für Iran-Krieg und droht – „Seht dem sicherem Tod ins Auge“
- Entwicklungen im Iran-Krieg – US-Präsident Donald Trump kritisiert Mullah-Regime im Iran.
- Iran-News: Teheran kündigt Vergeltung nach Tod Chameneis an“,“position“:“3″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“54″}}“>Iran-News: Teheran kündigt Vergeltung nach Tod Chameneis an – Auch Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist tot.
- Eskalation nach Iran-Angriffen droht“,“position“:“4″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“54″}}“>Eskalation nach Iran-Angriffen droht – Gravierende Auswirkungen für gesamte Region.
- Chameneis Tod und Iran-Angriffen„,“position“:“5″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“54″}}“>Auswirkungen durch Chameneis Tod und Iran-Angriffen – Auswärtiges Amt verschärft Reisewarnungen.
Alle Kapitel
Update, 5:21 Uhr: Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat an der Seite des Irans Israel mit Raketen angegriffen. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Irans Hauptstadt Teheran. Das teilte die vom Iran unterstützte Miliz in der Nacht zum 2. März mit. Kurz darauf begann die israelische Armee nach eigenen Angaben Stellungen der Hisbollah im nördlichen Nachbarland zu bombardieren. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, einer Hochburg der Schiiten-Milz.
Iran-News: Trump sieht drei „gute Optionen“ für zukünftige Führung in Teheran
Update, 2. März, 5:06 Uhr: Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump erklärt, über eine Auswahlliste mit drei Kandidaten für dessen Nachfolge zu verfügen. Er habe „drei sehr gute Optionen“ für den zukünftigen Anführer des Iran, sagte Trump der New York Times. Er werde die Kandidaten jedoch „jetzt nicht offenlegen“.
Update, 22:40 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in einem neuen Video über das Ausmaß der amerikanischen Militärkampagne im Iran gesprochen. In einer sechsminütigen Ansprache auf Truth Social bezeichnete Trump die „Operation Epic Fury“ als „eine der größten, komplexesten und überwältigendsten Militäroffensiven, die die Welt je gesehen hat“. Die Revolutionsgarden, das Militär und die Polizei im Iran forderte der US-Präsident zur Kapitulation auf. „Legt eure Waffen nieder und erhaltet volle Immunität. Oder seht dem sicheren Tod ins Auge“, so Trump.
Trump setzt Zeitrahmen für Iran-Krieg und droht
Update, 22:05 Uhr: Donald Trump hat erstmals über die Verluste der USA im Iran-Krieg gesprochen. Im Interview mit der Daily Mail bestätigte der US-Präsident den Tod von drei amerikanischen US-Soldaten und warnte vor einem wochenlangen Konflikt. „Es ist immer ein vierwöchiger Prozess gewesen. Wir dachten, es werden vier Wochen, oder so“, erklärte Trump dem Blatt.
Update, 21.20 Uhr: Die Bundeswehr könnte laut einer Erklärung der Regierung zum Iran-Krieg infolgedessen auch militärisch aktiv werden. In einer gemeinsamen Erklärung mit Großbritannien und Frankreich ist vom „Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen“ die Rede.
Update, 21:06 Uhr: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Das gab das Zentralkommando in den sozialen Medien bekannt. Man habe „den Kopf der Schlange abgeschlagen“. Die Revolutionsgarden seien für den Tod von „mehr als 1000 Amerikanern“ verantwortlich.
Update, 20:23 Uhr: Drei weitere US-Soldaten sind bei Militäroperationen in Kuwait im Rahmen des Iran-Kriegs ums Leben gekommen. Die Soldaten gehörten einer Armee-Versorgungseinheit an, die in dem Golfstaat stationiert war, bestätigten zwei US-Beamte dem Nachrichtensender NBC. Fünf weitere Soldaten sollen bei dem Angriff verletzt worden sein.
Update, 20:00 Uhr: Laut Angaben aus dem Iran sind die Meldungen zum Tod des früheren Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad falsch. Nach Angaben seiner Partei Dolate Bahar soll der 69-Jährige dagegen am Leben sein. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Ilna gemeldet, Ahmadinedschad sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen.
Iran greift multinationale Militärbasen an – deutsche Soldaten betroffen
Update, 19:14 Uhr: Iran hat bei seiner Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels auch Militärbasen im Irak und Jordanien attackiert, auf denen deutsche Soldaten stationiert sind. Nach Informationen des Spiegel feuerte Iran seit Samstagmorgen mehrere Raketen und Drohnen auf eine multinationale Basis nahe dem Flughafen Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager in al-Azraq in Ostjordanien ab, zuletzt am Sonntagmorgen.
Militärkreise berichteten, dass alle Geschosse durch die Flugabwehr abgefangen wurden, jedoch wurde ein US-Soldat laut Spiegel-Bericht durch herabfallende Trümmer leicht verletzt. Die Bundeswehr hatte sich demnach bereits vor den amerikanisch-israelischen Luftschlägen, die am frühen Samstagmorgen begannen, auf iranische Vergeltungsangriffe vorbereitet und das deutsche Personal im Nordirak auf ein Minimum reduziert. Sobald es sicherheitstechnisch möglich ist, soll vermutlich auch die Soldatenzahl in Jordanien verringert werden.
Iran meldet Angriffe auf amerikanische und britische Öltanker
Update, 18:34 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben Angriffe auf drei US-amerikanische und britische Öltanker im Persischen Golf und in der Straße von Hormus gemeldet. Die Schiffe seien mit Raketen getroffen und stünden in Flammen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Al Jazeera. Weder aus den USA noch aus Großbritannien wurde die Meldung bislang bestätigt. Unabhängig prüfen lässt sie sich aktuell nicht.
Entwicklungen im Iran-Krieg
Update, 17:50 Uhr: Donald Trump will trotz der eskalierenden Lage im Iran-Krieg Verhandlungen mit Teheran aufnehmen. Die neue iranische Führung wolle Gespräche, bestätigte der US-Präsident gegenüber The Atlantic am Sonntag. „Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt zu reden, also werde ich mit ihnen sprechen“, so Trump, der dem Mullah-Regime schwere Vorwürfe wegen der verzögerten Gesprächsbereitschaft machte. „Sie hätten es früher machen sollen. Sie haben zu niedlich gespielt“, sagte der Präsident. Zuvor hatte er einem anderen Reporter mitgeteilt, dass 48 iranische Führungskräfte bei den laufenden Angriffen getötet worden seien.
Update, 17:15 Uhr: In einer gemeinsamen Erklärung haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Gegenangriffe des Irans kritisiert. „Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron und Premier Keir Starmer.
Update, 16:27 Uhr: Raketen in Richtung Zypern und Damaskus – so weiteten sich die iranischen Gegenangriffe auf den US-israelischen Militärschlag am Sonntag weiter aus. Britischen Angaben zufolge erklärte Verteidigungsminister John Healy in der BBC, dass „zwei ballistische Raketen, die in Richtung Zypern abgefeuert wurden“, erfolgreich abgefangen worden seien. Aus Kreisen des syrischen Innenministeriums erfuhr AFP, dass israelische Abwehrsysteme zudem eine iranische Rakete nahe Damaskus abfingen. Das US Central Command meldete unterdessen auf X, dass drei US-Soldaten bei den Angriffen auf den Iran ihr Leben verloren hätten und „mehrere“ weitere Militärangehörige verletzt worden seien.
Erstmeldung: Teheran/Washington – Der Tod des iranischen Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei markiert nach über drei Jahrzehnten seiner Herrschaft eine historische Zäsur im Nahen Osten – und stellt den bisherigen Höhepunkt der beispiellosen Eskalationsspirale zwischen Iran und Israel dar. Was am Samstagmorgen mit gezielten israelisch-amerikanischen Luftschlägen auf Teheran begann, hat sich binnen weniger Stunden zu einem regionalen Flächenbrand ausgeweitet, der von den Straßen der iranischen Hauptstadt bis zu den Golfstaaten reicht.
Auch nach der Tötung von Chamenei gingen die Angriffe weiter. © Vahid Salemi/AP/dpa
Während Millionen Israelis Schutz vor iranischen Raketen suchen und internationale Flughäfen Tausende Flüge streichen, steht der Nahe Osten vor einem Point of no Return, dessen Auswirkungen weit über die Region hinausreichen werden. Nach Angaben der israelischen Armee wurde Chamenei gezielt getötet, als er sich mit hochrangigen Funktionären in einem Gebäudekomplex im Zentrum Teherans aufhielt. Einem Bericht der New York Times zufolge lieferte der US-Auslandsgeheimdienst CIA den entscheidenden Hinweis auf seinen Aufenthaltsort.
Iran-News: Teheran kündigt Vergeltung nach Tod Chameneis an
Der Iran bestätigte nach den Angriffen der USA und Israel inzwischen nicht nur Chameneis Tod, sondern auch die Tötung weiterer hochrangiger Militärs wie Generalstabschef Abdolrahim Mussawi. Die israelische Armee teilte mit, bei den ersten Angriffen am Samstag insgesamt 40 iranische Kommandeure getötet zu haben. Auch Irans Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad kam laut Staatsmedien ums Leben.
Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die Tötung Chameneis als „offene Kriegserklärung gegen alle Muslime weltweit“. Das Land reagierte mit umfassenden Gegenangriffen, die sich nicht nur gegen Israel richteten. In Bahrain, Katar sowie in Abu Dhabi und Dubai wurden Einschläge und Explosionen gemeldet. Die Revolutionsgarden hätten 27 US-Stützpunkte in der Golfregion angegriffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.
Menschen auf der Straße, Rauch über Städten: Bilder der Eskalation im Nahen Osten
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In Israel herrschte in der Folge der Angriffe auf den Iran das ganze Wochenende Ausnahmezustand. Seit Samstagabend mussten Millionen Menschen bereits rund 20 Mal wegen Raketenalarms in die Schutzräume eilen. In Beit Schemesch westlich von Jerusalem wurden neun Menschen beim Einschlag einer Rakete getötet. Insgesamt kamen am Wochenende nach israelischen Angaben mindestens elf Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
Eskalation nach Iran-Angriffen droht
Die Auswirkungen der Eskalation durch den Iran-Angriff reichen weit über die Region hinaus. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen mehr als 3400 Flüge gestrichen. Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende saßen fest oder mussten umgeleitet werden.
US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben deutlich gemacht, dass sie mit den Angriffen auf die Führungsriege einen Machtwechsel im Iran herbeiführen wollen. Sie riefen die Iraner dazu auf, „die Führung des Landes in die Hand zu nehmen“. Trump warnte den Iran vor weiteren Gegenschlägen und drohte mit einer Reaktion „mit einer Stärke, die man noch nie vorher gesehen hat“.
Nach den Angriffen durch die USA und Israel und dem Tod Chameneis soll den Iran nun vorübergehend ein dreiköpfiger Rat führen: Präsident Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie das Mitglied des Wächterrats Alireza Arafi. Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis die 88 Geistlichen im sogenannten Expertenrat einen Nachfolger benennen. Wie schnell das Machtgefüge mitten im Krieg neu geordnet werden kann, ist vollkommen offen.
Iran-News: Gemischte Reaktionen auf Trump-Aktion – Merz berät sich mit Experten
Die internationale Staatengemeinschaft reagierte auf den jüngsten Iran-Angriff und den Tod Chameneis gespalten. China und Russland, beide wichtige Unterstützer des Irans, verurteilten die Tötung des Obersten Führers scharf. Kremlchef Wladimir Putin sprach von einem „zynischen Verstoß gegen alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts“. In Europa fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Deutschland verurteilte gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region, während Spanien und Norwegen sowohl die iranischen Gegenschläge als auch die Angriffe auf den Iran scharf verurteilten.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beriet am Wochenende mit den Ressortchefs der sicherheitsrelevanten Ministerien über die militärische Zuspitzung. Er erklärte: „Die Bundesregierung ruft Iran nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen.“ Merz stellte heraus, dass Deutschland an den Militärschlägen gegen den Iran nicht beteiligt sei, die Bundesregierung aber am Samstagmorgen über die Angriffe Israels vorab informiert worden war.
Auswirkungen durch Chameneis Tod und Iran-Angriffen
Das Auswärtige Amt verschärfte die Reise- und Sicherheitshinweise für die gesamte Region erheblich. Reisewarnungen gelten jetzt für Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte vor einer erhöhten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland und befürchtete, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutzen könnte. (fbu mit Agenturen)