Standdatum: 1. März 2026.
Autorinnen und Autoren:
Michael Brandt
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Das Koschnick-Haus in Gröpelingen ist nicht mehr zu retten.
Bild: Radio Bremen
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Das einstige Wohnhaus des Bremer Bürgermeisters wird abgerissen. Die städtische Brestadt hat das Grundstück gekauft. Was entsteht dort nun? An Vorschlägen mangelt es nicht.
Nein, schön ist es nicht. Da sind sich die Gröpelinger einig. „Schrecklich. Es ist einfach fürchterlich, wenn man da immer raufguckt auf so ’ne Ruine“, sagt etwa Anwohnerin Ingrid Imhoff. Seit rund 30 Jahren verfällt das Haus, in dem Hans Koschnick Teile seiner Kindheit verbracht hat.
Christiane Gartner vom Verein Kultur vor Ort hat den wohl prägendsten Bürgermeister der Nachkriegsjahre selbst erlebt, als er in Gröpelingen von seiner Jugend und dem Leben in dem Haus erzählt hat. „Er hat damals berichten können, dass er selbst den Schulweg noch genau vor Augen hatte.“, erinnert sie sich.
Koschnick: „Haus war politisch versippt“
Die „Brestadt“ hat das ehemalige Wohnhaus Hans Koschnicks samt Grundstück für 40.000 Euro erworben.
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Auch bei buten un binnen hat sich der Altbürgermeister erinnert, bei einem Gespräch mit Ulla Hamann im Jahr 2005. „Das Haus war durch und durch politisch versippt“, sagte er damals.
Doch das ist Geschichte. Im Sommer kommt das Haus weg. Der Abriss ist beschlossene Sache. Aber was denken Menschen aus dem Stadtteil, was jetzt hier entstehen sollte?
1 Idee eins: Ein Haus der Demokratie
Christiane Gartner vom Verein Kultur vor Ort könnte sich vorstellen, dass ein öffentliches Gebäude Koschnicks einstiges Wohnhaus ablöst.
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Gartner kann sich ein „Haus der Demokratie“ an Koschnicks einstigem Wohnsitz vorstellen: „Also der Ort sollte insgesamt betrachtet werden. Das Gebäude isoliert zu betrachten, ist vielleicht gar nicht die richtige Lösung.“, erklärt sie und kommt zu dem Schluss: „Wenn wir über eine öffentliche Nutzung nachdenken, könnte es tatsächlich sein, dass hier etwas entsteht wie ein „Haus der Demokratie“ oder ein Haus für junge politische Bildung.“
2 Idee zwei: Ein Studentenwohnheim
Pierre Hansen hofft, dass ein Studentenwohnheim am einstigen Wohnort Hans Koschnicks entsteht.
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Pierre Hansen (SPD) aus dem Beirat Gröpelingen hat eine andere Idee. Er sagt: „Was wir nicht wollen, ist, dass hier einfach nur ein Loch verfüllt wird. Sondern wir wollen, dass hier Wohnen hinkommt, vorzugsweise für Studierende oder Auszubildende, weil das braucht Gröpelingen.“
Ähnlich sieht es Karin Pfitzner-Brauer aus der Geschichtswerkstatt: „Wir stellen uns vor, dass da wieder Wohnbebauung ist. Am besten wäre es natürlich, wenn Studentenwohnungen gebaut werden.“
3 Idee drei: Ein Spielplatz
Wünscht sich einen Spielplatz am einstigen Wohnhaus Koschnicks: Anwohner Marc Jellen.
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Aus der Nachbarschaft kommt ein ganz anderer Vorschlag. Anwohner Marc Jellen sagt: „Ein Kinderspielplatz oder so etwas – den könnte man auch gebrauchen.“
Doch was tatsächlich kommt? Die Ruine ist seit wenigen Tagen im Besitz der städtischen Gesellschaft Brestadt. Und noch ist vollkommen offen, was auf den Abriss folgen soll.
Dieses Thema im Programm:
buten un binnen, 26. Februar 2026, 19:30 Uhr



