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Würzburg (Bayern) – An einem Stand der Zeugen Jehovas hatte ein Afghane drei Männer mit einem Messer angegriffen. Nun ist der Verdächtige (35) tot im Gefängnis aufgefunden worden. Zuerst hatte die „Main-Post“ berichtet.
„Es deutet alles auf Suizid hin“, sagte eine Polizeisprecherin. Der Afghane hatte die drei Männer (51, 55, 68) am 23. Februar am Würzburger Hauptbahnhof attackiert. Ob der Flüchtling psychisch krank war, wussten die Ermittler bisher nicht. Die Zeugen Jehovas sind eine christliche Gemeinschaft mit eigener Bibel-Auslegung. Die Opfer wurden bei dem Angriff leicht verletzt. Passanten und ein zufällig anwesender Polizist überwältigten den Afghanen. Er kam anschließend in Untersuchungshaft. Ob der Afghane gezielt Anhänger der Zeugen Jehovas attackieren wollte, ist weiterhin unklar.
Mehr zum ThemaAsylantrag abgelehnt, aber Duldung
Im Lauf der Ermittlungen teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg mit, es lägen „bislang keine Erkenntnisse dahingehend vor, dass der Beschuldigte drogenabhängig wäre oder dass eine drogeninduzierte Psychose vorgelegen haben könnte.“
Der 35-Jährige war nicht vorbestraft, allerdings lag ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen ihn vor. Warum er die Zeugen Jehovas attackierte, bleibt ein Rätsel. Er äußerte sich bis zu seinem Suizid im Gefängnis nicht zu der Tat. Der Afghane lebt laut Staatsanwaltschaft seit 2023 in Deutschland. Sein Asylantrag sei abgelehnt worden. Der 35-Jährige verfüge jedoch über eine Duldung.
Depressiv? Hier bekommen Sie umgehend Hilfe
BILD berichtet grundsätzlich nicht über Suizide. Ausnahmen gelten bei gesellschaftlich relevanten Umständen oder wenn der Suizid im Zusammenhang mit einem Verbrechen steht, bei dem auch andere Menschen zu Schaden kamen oder getötet wurden. Wenn Sie selbst depressiv sind oder Selbstmordgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.