Citybus, Bodycams, U-Bahn-Polizei
CSU kündigt Zehn-Punkte-Plan für 2026 an
02.03.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Von links nach rechts: Cornelia Trinkl, OB Marcus König, Andrea Heilmeier und Andreas Krieglstein stellen ein Maßnahmepaket der CSU für Nürnberg vor. (Quelle: Meike Kreil/t-online)
Am Sonntag wird gewählt. Nun geht die CSU um OB Marcus König nochmals in die Offensive. Es geht um Busse, Bäume, Bodycams – und um viel Geld.
Wenige Tage vor der Kommunalwahl am 8. März haben Vertreter der CSU zum Pressegespräch vor das Rathaus geladen. Dort präsentieren unter anderem der noch amtierende Oberbürgermeister Marcus König „zehn Vorhaben“, die er und seine Fraktion noch in diesem Jahr umsetzen wollen. Fraktionschef Andreas Krieglstein sprach von „Quick Wins“. Damit wollen sie die Stadt sicherer, mobiler und grüner machen.
Das sind die wichtigsten Punkte aus dem Zehn-Punkte-Papier:
Die CSU will eine Citybuslinie. Sie soll zentrale Punkte in der Innenstadt verbinden, darunter den Weißen Turm und das Gebiet rund um die Mauthalle oder den Obstmarkt sowie das Rathaus.
Die jährlichen Kosten beziffert Krieglstein auf „knapp 400.000 Euro“. Die Partei sei „der festen Überzeugung, dass eine Citybuslinie den Innenstadt-Standort stärkt“. Langfristig könne auch ein autonomer Betrieb geprüft werden. Es ist eine Idee, die im Wahlkampf so ähnlich auch von anderen Parteien aufgegriffen wurde.
Die CSU kündigte zudem an, die Videoüberwachung an sogenannten Hotspots auszuweiten. Also dort, wo regelmäßig illegal Müll abgelegt wird. Außerdem sollen Mitarbeitende des städtischen Außendienstes (ADN), die in der Innenstadt unterwegs sind, mit Bodycams ausgestattet werden. Ziel sei eine „sichere und saubere Stadt“, so König. Ob das rechtlich zulässig ist, ist allerdings noch fraglich.
Im öffentlichen Nahverkehr plant die CSU ein Pilotprojekt mit einer U-Bahn-Polizei, einer sogenannten U-Bahn-Wache. Dazu sei sie bereits im Gespräch mit Vertretern der Polizei und der VAG. Gerade in den Abendstunden würden viele Menschen die U-Bahn meiden, sagt Krieglstein. Mehr Polizeipräsenz solle das Sicherheitsgefühl stärken. Die zusätzlichen U-Bahn-Einsatzkräfte sollen in Notfällen helfen, bei Auseinandersetzungen schlichten und bei unübersichtlichen Lagen wie Großveranstaltungen unterstützen.
