Vor dem Heimspiel gegen den VfL Bochum hat Zweitligist Fortuna seinen ehemaligen Vizekapitän Marcel Sobottka am Freitagabend offiziell verabschiedet. Nach dem Aufwärmen überreichten Klubboss Alexander Jobst, Finanzvorstand Arnd Hovemann und Sportchef Sven Mislintat dem 31-Jährigen einen großen Blumenstrauß, während die Südtribüne lautstarke „Marcel-Sobottka“-Sprechchöre anstimmte. Anschließend ergriff der Mittelfeldspieler auch selbst kurz das Wort.
„Ich möchte mich für die zehn gemeinsamen Jahre noch mal persönlich bedanken. Die Sprechchöre sind nicht selbstverständlich, ich weiß sie sehr zu schätzen, und sie ehren mich. Trotzdem werde ich in den nächsten 90 Minuten alles dafür geben, dass Rot-Weiß heute nicht gewinnt. Ich glaube, das ist in diesem Fall aber auch in Ordnung. Danke für die Zeit bei Fortuna, wir sehen uns auf jeden Fall wieder“, sagte Sobottka.
Insgesamt zehn Jahre lang hatte der gebürtige Gelsenkirchener das Trikot von Fortuna getragen, ehe sein auslaufender Vertrag im vergangenen Sommer nicht verlängert worden war – zur Enttäuschung des Mittelfeldspielers. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich eigentlich damit gerechnet habe, dieses Video erst in ein paar Jahren machen zu können“, hatte Sobottka seinerzeit in seiner Abschiedsbotschaft an die Fans betont, „aber so ist das Fußballgeschäft. Natürlich akzeptiere ich die Entscheidung, bin mir auch der Tragweite bewusst und weiß, dass die letzte Zeit irgendwo auch nicht ganz so einfach war für mich.“
Gerade auf den letzten Metern seiner Zeit in Düsseldorf hatte der ehemalige Vizekapitän immer wieder mit langwierigen Verletzungen zu tun und stand am Ende kaum noch regelmäßig auf dem Platz. Nachdem er sich mehr als ein halbes Jahr im Training der U23 des FC Schalke 04 fitgehalten hatte, wechselte er kurz vor dem Beginn der Rückrunde zum VfL Bochum, wo Ex-Fortuna-Trainer Uwe Rösler im Oktober übernommen hatte. Am Freitagabend kehrte Sobottka erstmals mit seinem neuen Klub in die Stockumer Arena zurück.