Es war ein besonderer Abend im Ständehaus: Am 80. Geburtstag der „Rheinischen Post“ kam Alt-Bundespräsident Joachim Gauck nach Düsseldorf. Und er machte seine zwiespältige Haltung zum Angriff der USA auf den Iran deutlich: „Wenn ich von Israel aus schaue, finde ich das eine Tat, die ich loben kann. Wenn ich aus der Perspektive der Unterdrückten schaue, kann ich nur sagen: Gott sei Dank. Endlich sind diese Halunken ausgeschaltet worden“, sagte er. Mit Blick auf Israel erklärte Gauck: „Ich kann Israel und sein Sicherheitsbedürfnis verstehen.“ Die einzige Demokratie in der Region wolle nicht unter der Drohung eines Landes leben, dessen Staatsräson die Ausschaltung Israels sei. Der Politiker sagte aber auch: „Ob das Vorgehen durch das Völkerrecht gedeckt ist, weiß ich nicht. Deshalb bin ich auch verwirrt.“