Krieg im Nahen Osten
Spritpreise in Nürnberg schießen in die Höhe
Aktualisiert am 02.03.2026 – 10:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Tankstelle in Nürnberg (Archivbild): Die Wetlage treibt die Preise in die Höhe. (Quelle: IMAGO/Jürgen Schott/imago)
Benzin und Diesel kosten auch an Nürnbergs Tankstellen aktuell so viel wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Und die Preise könnten noch weiter ansteigen.
Auch wenn der Krieg im Nahen Osten tausende Kilometer von Nürnberg entfernt ist: Die Auswirkungen werden auch hier deutlich spürbar. Autofahrerinnen und Autofahrer spüren den Konflikt nämlich deutlich an der Zapfsäule.
Seit Beginn der Angriffe am vergangenen Wochenende sind die Spritpreise auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen.
Wer derzeit in Nürnberg seinen Tank füllt, muss tiefer in die Tasche greifen: Der Preis für einen Liter Super (E5) lag laut einer Verbraucher-Analyse des SWR am 1. März bei durchschnittlich 1,83 Euro. Bundesweit erreichte das Preisniveau den höchsten Stand seit Mai 2024. Im Vergleich zum 1. Januar 2026, als der Literpreis noch bei 1,66 Euro lag, bedeutet dies einen Anstieg von 17 Cent.
Auch E10 ist so teuer wie lange nicht: 1,76 Euro je Liter kostet der Kraftstoff in Nürnberg im Mittel aktuell. Zuletzt wurde ein solcher Durchschnittspreis bundesweit im Juli 2024 erreicht. Im Dezember waren es noch 1,62 Euro. Den stärksten Sprung macht Diesel: 1,74 Euro pro Liter sind der höchste Mittelwert seit April 2024. Wer im Dezember noch 1,55 Euro zahlte, greift heute 19 Cent tiefer in die Tasche.
Haupttreiber hinter den steigenden Preisen ist der Rohölmarkt, der seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran unter starkem Druck steht. Einerseits drohen Lieferausfälle aus der ölreichen Islamischen Republik. Weit schwerwiegender ist jedoch die Lage an der Straße von Hormuz – der schmalen Meeresenge zwischen dem Iran und dem Oman, durch die täglich rund ein Fünftel aller weltweiten Öltransporte fließt.
Seit Beginn der Angriffe haben Irans Revolutionsgarden den Schiffsverkehr durch die Meerenge offenbar eingeschränkt: Schiffe wurden wiederholt per Funk aufgefordert, die Durchfahrt zu unterlassen, ihre Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten. Oman meldete zudem einen Angriff auf einen Öltanker im Bereich der Meeresenge. Jede ernsthafte Blockade hätte nach Einschätzung von Analysten unkalkulierbare Folgen für den Weltmarkt.
