Es gibt zwei Orte in Bayern, die dank ihrer TV-Präsenz Bekanntheit erlangt haben. Der erste ist Veitshöchheim. In der Gemeinde bei Würzburg wird die „Fastnacht in Franken“ aufgeführt – die Sendung, die dem Bayerischen Rundfunk die höchste Einschaltquote bringt. Der zweite Platz im bajuwarischen TV-Ranking geht regelmäßig an das Politiker-Derblecken und das Singspiel, die zur Starkbierzeit in München inszeniert werden und deren Austragungsort zum Synonym für den Spaß geworden ist, der nur einmal im Jahr stattfindet: der Nockherberg. Um einen echten Berg handelt es sich dabei nicht. Es ist vielmehr eine recht große Terrasse an der Kante des Isarhochufers. Diese liegt im Stadtbezirk Au-Haidhausen, und bei ordentlichem Wetter bietet sich von dort aus ein schöner Blick auf die Innenstadt. Der Name geht auf die Bankiersfamilie Nockher zurück, die hier einst ein Sommerhaus unterhielt, das „Nockherschlösschen“; auch eine Nockherstraße gibt es deshalb. Mitte des 19. Jahrhunderts verkauften die Nockhers ihr Schlösschen an eine Brauerei. Dieser gehört die Großgaststätte, die heute am Nockherberg steht (und auch so heißt) und in deren Festsaal das Schauspiel aufgeführt wird.