Spartipps für Autofahrer
Kostenfalle: Hier ist Sprit gerade besonders teuer
03.03.2026 – 14:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Zapfsäule (Symbolbild): Die Auswirkungen des Irankrieges zeigen sich auch an Nürnberger Tankstellen. (Quelle: IMAGO/Gottfried Czepluch/imago)
Seit dem Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten schnellen die Spritpreise in Deutschland in die Höhe. In Nürnberg wird am Dienstag eine Schmerzgrenze überschritten.
Die Folgen des Kriegs im Iran sind auch in Deutschland zu spüren – vor allem im Geldbeutel von Autofahrern. Seit Samstag steigen die Spritpreise, rund um Nürnberg wurde am Dienstag an ersten Tankstellen sogar die Marke von zwei Euro pro Liter für Super-Benzin, E10 und Diesel überstiegen.
Vor allem die Tankstellen an den Autobahnen bei Aurach und Feucht sind davon betroffen. Laut dem Vergleichsportal „clever-tanken“ kostete an der Esso an der A3 bei Aurach Süd in Herzogenaurach der Liter Diesel 2,34 Euro. Genauso wie an den Agip-Tankstellen bei Feucht in beide Richtungen der A9. Hier kostet der Liter Super E10 2,39 Euro und Super E5 2,45 Euro (Stand: Dienstag, 13.45 Uhr).
Wer beim Tanken sparen will, sollte daher vorab die Preise im Internet vergleichen. Verhältnismäßig preiswert ist der Sprit beispielsweise an der Tankstelle an der Mülheimer Straße 17 am Hafen. Dort kostet der Liter Diesel am späten Dienstagmittag 1,84 Euro. Super E5 gibt es für 1,89 Euro den Liter.
Dazu empfiehlt es sich beim Tanken, auf die Uhrzeit zu schauen. In der Regel sind die Preise am Morgen am höchsten. Am günstigsten ist es in den Abend- und frühen Nachtstunden zwischen 18 und 22 Uhr.
Haupttreiber hinter den steigenden Preisen ist der Rohölmarkt, der seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran unter starkem Druck steht. Bereits am Sonntag erreichten die Kraftstoffpreise im bundesweiten Tagesmittel ihren höchsten Stand seit dem Frühjahr 2024. Am Montag beschleunigte sich die Entwicklung dann noch einmal deutlich.
Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer erklärte: „Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten.“ Auf mittlere Sicht bestehe jedoch – sofern sich die Situation am Golf wieder entspannt – die Aussicht auf moderatere Preise. Mit einer raschen Entlastung sei aber nicht zu rechnen.
