Außenminister Johann Wadephul hat eine Äußerung im ZDF-„heute-journal“ zum Zeitpunkt einer offiziellen Reisewarnung des Auswärtigen Amts für die Golfstaaten korrigiert. „Ich bedaure den Irrtum im @heutejournal gestern“, schrieb der CDU-Politiker auf X. Die formelle Reisewarnung für die Golfstaaten bestehe in der Tat seit dem 28. Februar, ergänzte er. Das deutsche Außenministerium warne seit Mitte Januar vor einer möglichen Eskalation und Einschränkungen im Flugverkehr.
Wadephul hatte am Montagabend in der Sendung auf mehrere Nachfragen von Moderatorin Marietta Slomka mehrfach darauf beharrt, dass es bereits vor dem 28. Februar eine Reisewarnung gegeben habe.
Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Sender Welt TV an.
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Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit noch Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.
Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai war nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges in Frankfurt am Main gelandet. Der Linienflug landete um kurz nach 13.30 Uhr, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Auch auf einer Anzeigetafel im Ankunftsbereich des Flughafens wurde die Landung angezeigt. Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren.
Am Samstag hatten die Vereinigten Arabischen Emirate eine teilweise Schließung ihres Luftraums angekündigt und alle Flüge an den Flughäfen von Dubai ausgesetzt. Am Montag teilte das Medienbüro von Dubai am Abend mit, es werde wieder eine kleine Anzahl an Flügen möglich.
Die Fluggesellschaft Emirates erklärte, eine begrenzte Anzahl an Rückkehrer- und Frachtflügen laufe wieder. Die emiratische Fluggesellschaft Etihad Airways mit Sitz in Abu Dhabi flog laut Flugzeugtrackern unter anderem London, Paris, Amsterdam und Moskau an.
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Warum die Flüge nun teils wieder aufgenommen wurden, teilten die emiratischen Behörden nicht mit. Denn die Gefahr iranischer Angriffe im Land und der Region besteht weiterhin. Ziel ist vermutlich, zumindest teilweise eine Heimkehr für gestrandete Touristen zu ermöglichen. Die Emirate wollen auch den Eindruck vermitteln, dass der Alltag im Land trotz der Angriffe weitergeht – dazu zählt auch eine schrittweise Normalisierung des Flugverkehrs. (dpa)