Das war kein Drittliga-Abend nach dem Geschmack von Rot-Weiss Essen. Am Dienstagabend siegten gleich mehrere Essener Konkurrenten und setzten den Revierklub vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Waldhof Mannheim (19 Uhr, Magenta Sport) gehörig unter Druck.

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Tabellenführer VfL Osnabrück ist weiter im Aufwärtstrend, gewann zuhause souverän mit 2:0 gegen Viktoria Köln und liegt mit 52 Punkten für den Moment schon neun Zähler vor RWE. „Am Ende hatte ich das Gefühl, dass wir auch noch das dritte und vierte Tor nachlegen müssen. Wir haben aus dem Spiel heraus wenig bis gar nichts zugelassen“, lobte Trainer Timo Schultz seine Mannschaft bei Magenta Sport.

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1860 München jetzt vor Rot-Weiss Essen

Einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg machte auch Energie Cottbus. Die Truppe von Claus-Dieter Wollitz kam bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart nach 0:1-Rückstand zu einem 2:1-Auswärtssieg und hielt mit den punktgleichen Osnabrückern Schritt. Im Falle einer Niederlage des MSV Duisburg würde das Spitzenduo bereits fünf Punkte Abstand zum Relegationsplatz aufweisen. „Ich bin mir sicher, dieses Spiel hat uns nochmal ein Stück weitergebracht“, sagte ein erleichterter Wollitz nach Abpfiff.

Energie Cottbus - SC Verl

Claus-Dieter Wollitz hat mit Energie Cottbus den Aufstieg im Visier.
© Julius Frick/dpa | Julius Frick

Und noch eine schlechte Nachricht für RWE: Inzwischen mischt auch der TSV 1860 München im Aufstiegsrennen mit. Die Löwen, die zu Saisonbeginn als großer Aufstiegsfavorit gehandelt wurden, holten an der Grünwalder Straße einen harterkämpften 2:1-Heimsieg gegen den neuerdings von Ex-RWE-Coach Christoph Dabrowski trainierten Tabellen-17. Erzgebirge Aue. 1860 zog dank des vierten Sieges in Folge an den Essenern vorbei und belegt mit nun 45 Punkten Tabellenplatz fünf.

RWE braucht dringend einen Heimsieg

Einziger Essener Lichtblick an diesem Abend war die überraschende Niederlage des SC Verl gegen Jahn Regensburg. Die offensivstärkste Mannschaft der Liga musste gegen die Bayern eine 1:2-Heimpleite hinnehmen. Verl blieb damit punktgleich mit 1860 München auf Platz vier stehen.

RWE wiederum ist für den Moment auf Rang acht abgerutscht. Sehr viel wichtiger als der Tabellenplatz ist allerdings die Punkteausbeute: Bleiben die Essener, die im Zuge der jüngsten Pleiten gegen Osnabrück und Rostock bei 43 Punkten stehen geblieben sind, am Mittwoch gegen Mannheim erneut ohne Sieg, wären Osnabrück und Cottbus schon fast enteilt. Dann dürfte es auch für Trainer Uwe Koschinat nochmals ungemütlicher werden.