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Valletta (Malta) – Tanker-Inferno im Mittelmeer! Laut Informationen aus Sicherheitskreisen steht dort ein russischer Tanker für Flüssigerdgas (LNG) in Flammen. Das Schicksal der Besatzung blieb zunächst unbekannt. Bei dem Schiff soll es sich um die mit Sanktionen belegte „Arctic Metagaz“ handeln.
Ein Insider aus Schifffahrtskreisen äußerte die Vermutung, das Schiff sei von einer Seedrohne getroffen worden. Die Person verdächtigte die Ukraine, dafür verantwortlich zu sein – jedoch gab es keine Belege für diese Theorie.
Die letzte bekannte Position der „Arctic Metagaz“ wurde am Montag vor der Küste Maltas gemeldet. Russland und die Ukraine kommentierten den Vorfall zunächst nicht.
Schattenflotte-Schiff in der Nordsee abgefangen
Am Sonntag hatte Belgien ein Schiff der russischen Schattenflotte in der Nordsee abgefangen. Belgische Spezialkräfte leiteten das Schiff mit militärischer Unterstützung Frankreichs in den Hafen Zeebrugge um. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach danach bei X von einem „wichtigen Schlag“ gegen die Schattenflotte, die Russland zur Umgehung der infolge des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen nutzt.
Der belgische Außenminister Maxime Prévot erklärte: „Die Sanktionen machen nur Sinn, wenn sie auch durchgesetzt werden. Heute haben wir sie durchgesetzt.“ Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, solche Beschlagnahmungen seien notwendig, um Russland von den Ressourcen abzuschneiden, mit denen es den Krieg gegen die Ukraine finanziere.
Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland nach dem Angriffskrieg in der Ukraine verhängte Sanktionen umgeht, insbesondere das Öl-Embargo.