Newsblog zum Krieg in Nahost

USA weisen Verantwortung für Tod des Ajatollah von sich

Aktualisiert am 03.03.2026 – 22:59 UhrLesedauer: 44 Min.

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Im Video: Flammen steigen aus dem US-Konsulat in Dubai auf. (Quelle: t-online)

Der Iran spricht eine Drohung aus. Israel will eine geheime Atomanlage im Iran bombardiert haben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Irans oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei wurde nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums bei einem israelischen Luftangriff getötet – und nicht durch die US-Streitkräfte. „Das sind israelische Einsätze“, sagte Pentagon-Staatssekretär Elbridge Colby am Dienstag vor dem Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats mit Blick auf die Tötung Chameneis und anderer Mitglieder der iranischen Führung.

Colby betonte, den USA gehe es bei ihren Luftangriffen um das militärische Gefahrenpotenzial des Iran. Dabei gehe es unter anderem um iranische Raketen und die iranische Marine. Es handle sich um „vernünftige Ziele, die erreicht werden können“. Der Staatssekretär war von den Senatoren gefragt worden, ob ein Machtwechsel im Iran das Ziel der US-Luftangriffe sei.

Bei den Einsätzen im Iran setzt das US-Militär nach eigenen Angaben Langstreckenbomber des Typs B-52 ein. Diese seien zwischen den ersten 48 und 72 Stunden nach Beginn der Operation „Gewaltiger Zorn“ am Samstag gestartet, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. B-52-Bomber sind in der Lage, sogenannte Bunkerbrecher-Bomben zu transportieren.

Nach 72 Stunden zählte Centcom mehr als 1.700 Ziele, die die US-Streitkräfte im Iran angegriffen haben.

Seit Beginn des jüngsten Kriegs mit dem Iran hat Israels Luftwaffe nach Militärangaben rund 1.600 Einsätze geflogen. Dabei seien etwa 4.000 Geschosse eingesetzt worden, erklärte der israelische Militärsprecher Effie Defrin. Damit übersteige das Ausmaß der Angriffe bereits jene des gesamten zwölftägigen Kriegs im Juni vergangenen Jahres.

Die israelische Armee habe in diesem Zeitraum rund 300 Raketenabschussrampen im Iran zerstört, hieß es in einer Mitteilung der Armee.

„In den vergangenen 24 Stunden haben Hunderte Kampfjets und Flugzeuge gleichzeitig Hunderte Ziele im Iran und im Libanon angegriffen“, hieß es weiter in der Mitteilung. Es war die Rede von einer „systematischen Anstrengung rund um die Uhr, Abschussrampen und Raketenlager zu lokalisieren und anzugreifen, um den Beschuss der israelischen Zivilbevölkerung zu verringern“.

Der Leichnam des getöteten iranischen Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars in einem schiitischen Heiligtum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Die Agentur, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtete, die Beisetzung werde voraussichtlich – ähnlich wie bei Chameneis Vater – hinter dem Schrein des achten schiitischen Imams Resa stattfinden. Das Mausoleum gilt als wichtigstes Heiligtum der Schiiten im Iran.