Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russland richtete wohl 337 Kriegsgefangene hin

Aktualisiert am 04.03.2026 – 07:51 UhrLesedauer: 8 Min.

Er hat die Gefangenschaft überlebt: Ein ukrainischer Kriegsgefangener kommt nach einem Gefangenenaustausch frei.Vergrößern des Bildes

Er hat die Gefangenschaft überlebt: Ein ukrainischer Kriegsgefangener kommt nach einem Gefangenenaustausch frei. (Quelle: IMAGO/Jose Colon)

Ein russischer Tanker brennt im Mittelmeer. Russland richtete offenbar hunderte Kriegsgefangene hin. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Russland hat nach Angaben der Ukraine seit Beginn des Angriffskriegs mindestens 337 ukrainische Kriegsgefangene gezielt getötet. Das sagte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

Die Hinrichtungen seien „absichtlich und brutal“ erfolgt. Zudem würden Gefangene systematisch misshandelt. Laut Daten der Vereinten Nationen würden rund 95 Prozent der ukrainischen Kriegsgefangenen während ihrer Gefangenschaft gefoltert, erklärte Lubinets.

Die Misshandlung von Kriegsgefangenen verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht, insbesondere gegen die Genfer Konventionen von 1949. Lubinets warf Russland vor, Folter gezielt als Mittel des Krieges einzusetzen. Zugleich rief er die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf Moskau zu erhöhen und mutmaßliche Kriegsverbrechen konsequent zu dokumentieren.

Die Ukraine hat ihre Erfahrung bei der Abwehr von Kampfdrohnen iranischer Bauart den von Teheran angegriffenen Staaten des Persischen Golfs angeboten. „Die ukrainische Expertise beim Schutz vor Schahed-Drohnen ist derzeit die größte in der Welt und eben die Schahed-Drohnen sind die größte Herausforderung dort“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Es sei klar, warum Kiew derart viele Anfragen erhalte, ohne konkret zu werden. Zuvor hatte er allerdings mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, und dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, Telefonate geführt. Außenminister Andrij Sybiha sprach zudem mit seinem kuwaitischen Amtskollegen.

Zugleich betonte der Staatschef jedoch: „Aber jede solche Zusammenarbeit zum Schutz unserer Partner kann nur ohne Beeinträchtigung unseres eigenen Potenzials hier in der Ukraine erfolgen“. Davor hatte Selenskyj bereits gegenüber Journalisten die Entsendung ukrainischer Drohnenabwehrexperten in die Golfstaaten in Aussicht gestellt. Bedingung sei aber, dass diese zuvor bei Moskau eine Waffenruhe in der Ukraine erwirken. Allerdings war die ukrainische Flugabwehr tags zuvor nicht in der Lage, eine einzelne russische Drohne vor dem Flug über das Zentrum der Hauptstadt Kiew abzufangen.

Ein Öl-Tanker, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört, wird nach Aufbringung durch die belgischen Behörden weiter festgehalten. Die „Ethera“ könne den Hafen Seebrügge erst wieder verlassen, „wenn sie den Vorschriften genügt“ und eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Euro gezahlt werde, erklärte der belgische Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke am Dienstag. Die Inspekteure hätten bei einer Prüfung des Schiffes insgesamt 45 Verstöße festgestellt, darunter technische Mängel, teilte die belgische Regierung mit.