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Dortmund – Mitten im peruanischen Regenwald flattert jetzt ein kleiner Gruß aus dem Ruhrpott. Ein auffällig schwarz-gelber Schmetterling trägt seit Kurzem den Namen des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Das Insekt misst rund drei Zentimeter Flügelspannweite, wurde erst vor wenigen Jahren am Amazonas beschrieben und heißt nun offiziell Vanewrightia borussiadortmund.

Nahe Amazonas entdeckt

Möglich machte das der Dortmunder Biologe und BVB-Dauerkarteninhaber Peter Klausmeier (60). Nach eigenen Angaben entschied er sich bewusst für eine Verbindung aus Vereinsliebe und Artenschutz. Der wissenschaftliche Name setzt sich zusammen aus Vanewrightia (der Gattung, benannt nach einem britischen Schmetterlingsforscher) und borussiadortmund (der Art, benannt nach dem BVB). Bislang sind nach Angaben der beteiligten Forscher nur vier Exemplare des Falters nahe des Amazonas in Peru nachgewiesen worden. Die Art gilt deshalb als selten. Klausmeier berichtet, er habe in einem Sachbuch von der Möglichkeit gelesen, über eine Spende die Namenspatenschaft für neu entdeckte Arten zu übernehmen. Der Verein Biopat vermittelt solche Patenschaften zwischen Spendern und Wissenschaftlern.

Biologe und BVB-Fan Peter Klausmeier mit der Urkunde über eine Patenschaft

Biologe und BVB-Fan Peter Klausmeier mit der Urkunde über eine Patenschaft

Foto: Christoph Reichwein/dpa

Spendengeld geht an Forschung

Nach Informationen des Vereins fließt das Geld vor allem an die Forschung und in Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt in den Herkunftsländern. Für den BVB-Schmetterling zahlte Klausmeier 2800 Euro. Biopat nennt für Patenschaften allgemein eine Mindestspende im Bereich von gut 2600 Euro. Neben dem Artenschutz spielte für den Biologen auch die Optik eine Rolle. Der Falter leuchtet in kräftigem Schwarz-Gelb und erinnert damit an die Trikotfarben des Vereins. „Bei einem Schmetterling dieser Farbgebung war mir sofort klar, dass der eigentlich nur einen Namen tragen sollte“, sagte Klausmeier. Er nennt den Falter einen Sympathieträger. Die gelben Flügel sollen in der Natur vermutlich Fressfeinde abschrecken.

Der Namensgeber verweist zudem auf den Nutzen der Patenschaften für die Wissenschaft. Laut Klausmeier werden jedes Jahr etwa 10.000 neue Pflanzen- und Tierarten entdeckt. Viele Forscher suchten daher nach Wegen, die aufwendige Feldarbeit und Artbeschreibung finanziell abzusichern.