„Da gibt es noch böses Blut“, prophezeit Andreas Bialas (SPD), Bezirksbürgermeister von Langerfeld und Beyenburg. Denn aufgrund des Baus einer unterirdischen Regenwasserbehandlungsanlage droht der Dieselstraße im Bereich Karl-Bamler-Straße eine bis zu sechsmonatige Sperrung. Laut Jochen Baumann, Abteilungsleiter Verkehrslenkung und Straßennutzung bei der Stadt, soll es noch in diesem Sommer losgehen. Allerdings sind noch zahlreiche Fragen offen. „Uns ist noch nicht klar, warum die Regenwasserbehandlungsanlage direkt unter die Fahrbahn der Straße kommt“, so Bialas. In dem Bereich gibt es noch einen Erdaufwurf, der noch vom Autobahnausbau stammt und nie fortgeräumt wurde. Da stehe die Frage im Raum, warum der Bereich nicht genutzt werden könnte oder ob die Anlage zumindest weiter am Straßenrand installiert werden könnte, um eine Vollsperrung zu vermeiden.

Ferner macht der Bezirksbürgermeister deutlich, dass es noch keine konkreten Vorschläge seitens der Stadtverwaltung in Bezug auf Lärmschutz oder Verkehrsregulierungen gab. Die Waldeckstraße ist bereits seit einiger Zeit gesperrt, weil sie für rund 6,9 Millionen Euro neu gebaut wird, die Brücke Höfen dürfe von Lkw nur bis 30 Tonnen befahren werden. Dadurch komme es im Bereich Clausewitzstraße zu einem hohen Verkehrsdruck, da diese auch Umgehungsstraße der A1 in dem Bereich ist. Wenn dann noch die Dieselstraße gesperrt würde, sei es für die Anwohner in dem Bereich kaum zumutbar: „Die Leute werden sehr sauer sein“, sagt er.

Seit der Sperrung der Waldeckbrücke sei das Verkehrsaufkommen durch das Langerfelder Zentrum deutlich gestiegen: „Das ist mit vorher nicht zu vergleichen“, so Bialas. Die Dieselstraße sei auch eine Umgehungsstraße ins Gewerbegebiet und daher von hoher Sensibilität. Eine Teilsperrung der Dieselstraße würde nur bedingt Erleichterung schaffen: „Bei einer Teilsperrung verlängert sich die Bauzeit noch einmal um rund drei Monate“, prognostizierte Christian Massing, Leiter der Kanalplanung bei den WSW.