Aber nicht überall

Dieselpreis übersteigt in Dresden die 2-Euro-Marke

04.03.2026 – 11:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Tankstellen in Deutschland verlangen derzeit so hohe Preise wie seit September 2022 nicht mehr: Versorgungsengpässe würden allerdings nicht drohen.Vergrößern des Bildes

Tankstellen in Deutschland verlangen derzeit so hohe Preise wie seit September 2022 nicht mehr: Versorgungsengpässe würden allerdings nicht drohen. (Quelle: IMAGO/Rene Traut)

Der Konflikt im Nahen Osten lässt die Spritpreise steigen. In Sachsen ist Tanken sogar überdurchschnittlich teuer.

An ersten Dresdner Tankstellen kostete der Liter Diesel am Mittwochvormittag mehr als zwei Euro. In Sachsen liegt der Durchschnittspreis laut der Vergleichsplattform „Ich Tanke“ bei 2,017 Euro – und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt.

Seit der Konflikt im Nahen Osten am Samstag eskaliert ist, steigen die Preise für Öl und in der Folge auch für Sprit und Heizöl. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Straße von Hormus. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Iran fährt rund ein Fünftel der globalen Öltransporte. Jede Störung dort kann die Energiepreise steigen lassen, und der Iran hat den Schiffsverkehr als Reaktion auf die Angriffe eingeschränkt.

Der Ölpreis ist – zusammen mit dem Dollarkurs – der wichtigste Treiber für Veränderungen beim Spritpreis. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie wies auch darauf hin, dass der Nahe Osten derzeit als Lieferant von fertigem Kraftstoff – insbesondere Diesel teilweise ausfalle. Versorgungsengpässe seien aber nicht zu befürchten, weder bei Benzin und Diesel noch bei Heizöl oder Flugkraftstoff, hieß es zuletzt. Deutschland beziehe sein Rohöl aus rund 30 Ländern. Hauptlieferländer sind demnach Norwegen, die USA, Libyen, Kasachstan und Großbritannien.

Wer sparen will, sollte Preise vergleichen. Auch am Mittwochvormittag bieten einige Dresdner Tankstellen Diesel noch für knapp 1,95 Euro an. Gerade in Krisenzeiten lohnt sich der Vergleich besonders, betont der ADAC.