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Berlin – Guten Morgen, die Polizei ist da! 400 Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwochmorgen in Berlin Dutzende Gebäude. Die Ermittler sind Steuerbetrügern auf den Fersen. Bei der Razzia geht es um teure Autos, Bargeld und Luxusgegenstände.

Nach BILD-Informationen werden rund 60 Objekte in Berlin durchsucht. Es geht um einen Schaden in einer mindestens zweistelligen Millionenhöhe. Bereits am Dienstag schlugen die Ermittler in der Stadt an vereinzelten Adressen zu. Es gab zwei außerplanmäßige Festnahmen. Der Grund für das frühe Zugreifen: Es bestand die Sorge, dass die mutmaßlichen Steuerbetrüger über die Maßnahmen informiert werden und Details dazu durchsickern.

Polizisten stellen einen Ferrari bei einem Gebrauchtwagenhändler in Charlottenburg sicher

Polizisten stellen einen Ferrari bei einem Gebrauchtwagenhändler in Charlottenburg sicher

Foto: Axel Billig

Polizei stellt Luxusautos sicher

Unter anderem war im Ortolanweg in Berlin-Neukölln ein Spezialeinsatzkommando (SEK) im Einsatz. Schwer bewaffnete Beamte sicherten dort die Maßnahmen ab. BILD-Reporter beobachteten am Morgen Polizisten bei einem Gebrauchtwagenhändler an der Bismarckstraße im Stadtteil Charlottenburg. Hier wurden Fahrzeuge sichergestellt. Die Beamten begutachteten im Geschäft unter anderem einen Ferrari SF 90 Spider (Preis: 618.900 Euro). Weiterhin wurde ein gelber Lamborghini Urus Performante (Neuwert: 280.000 Euro) von den Ermittlern beschlagnahmt. Bereits in der Nacht zum Mittwoch sicherte die 25. Einsatzhundertschaft das Betriebsgelände.

Ein Spürhund der Polizei durchsucht die Räume

Ein Spürhund der Polizei durchsucht die Räume des Autohändlers

Foto: Axel Billig

Europäische Staatsanwaltschaft leitet Razzia

Die Maßnahmen laufen europaweit. Die europäische Staatsanwaltschaft leitet die Ermittlungen. Sie verfolgt Straftaten gegen die EU-Finanzen – etwa wenn jemand unrechtmäßig EU-Subventionen oder Aufträge erschleicht.“

Die Fahnder durchsuchen auch die Geschäftsunterlagen und sichern Beweise

Die Fahnder durchsuchen auch die Geschäftsunterlagen und sichern Beweise

Foto: Axel Billig

Die Europäische Staatsanwaltschaft arbeitet seit Juni 2021 in heute 23 EU-Ländern. Sie ist die erste länderübergreifende Strafverfolgungsbehörde. Von der Zentrale in Luxemburg aus koordiniert sie 140 Staatsanwälte in den Mitgliedstaaten.“

Steuerfahnder stehen bei einem Autohändler zwischen Luxus-Fahrzeugen

Steuerfahnder stehen bei einem Autohändler zwischen unzähligen Luxusfahrzeugen

Foto: Axel Billig

Benjamin Jendro, Berliner Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Wir danken allen beteiligten Kollegen für diesen wichtigen behördenübergreifenden Schlag. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die Einfluss auf die Liquidität eines Rechtsstaates hat und dadurch unsere Gesellschaft schädigt.“