Für die Deutsche Filmakademie sind es „sehr gute Nachrichten und ein wichtiges Signal“, dass Tuttle Berlinale-Intendantin bleibe, so Vicky Krieps und Florian Gallenberger aus dem Akademie-Präsidium. Sie begrüßen, dass der Aufsichtsrat der KBB „seine Wertschätzung für die Arbeit des Festivals und seiner Leiterin Tricia Tuttle zum Ausdruck gebracht und ihre Unabhängigkeit bekräftigt hat“. Die Wahrung der Autonomie kultureller Institutionen sei „eine grundlegende Voraussetzung für die künstlerische Freiheit und unsere Demokratie“.
In den vergangenen Tagen war über die Zukunft der Filmfest-Chefin spekuliert worden. Nach Darstellung von Weimer hatte Tuttle auch von sich aus ihre Zukunft bei der Berlinale infrage gestellt. Auch Tuttle hatte gesagt, sie habe mit Weimer „die Möglichkeit einer einvernehmlichen Kündigung“ diskutiert.
Hintergrund waren Debatten über mögliche Positionierungen zum Krieg in Gaza und Israel während des Filmfestivals. So hatte etwa der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib der Bundesregierung auf der Bühne vorgeworfen, Partner „des Völkermords im Gazastreifen“ zu sein.