Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russischer Gastanker sinkt nach Beschuss im Mittelmeer

Aktualisiert am 04.03.2026 – 20:23 UhrLesedauer: 10 Min.

Die "Arctic Metagaz" auf einem Foto der türkischen Marine vom Mittwoch: Der russische LNG-Tanker ist nach mutmaßlich ukrainischem Beschuss gesunken.Vergrößern des Bildes

Die „Arctic Metagaz“ auf einem Foto der türkischen Marine vom Mittwoch: Der russische LNG-Tanker ist nach mutmaßlich ukrainischem Beschuss gesunken. (Quelle: Screenshot/X@Osinttechnical)

Ein russischer LNG-Tanker ist im Mittelmeer gesunken. Moskau beschuldigt die Ukraine, das Schiff angegriffen zu haben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der mit Flüssiggas beladene russische Tanker „Arctic Metagaz“ ist im Mittelmeer gesunken. Das Schiff sei am Mittwoch in Gewässern zwischen Libyen und Malta untergegangen, teilte die libysche Seenotrettungsbehörde in einem Schreiben mit. Demnach führten plötzliche Explosionen und ein massives Feuer zum Untergang des Schiffes. Bereits am Dienstag hatte geheißen, das Schiff brenne. Dieses Foto der „Arctic Metagaz“ verbreitete die türkische Marine am Mittwoch:

Russlands Präsident Putin sprach von einem „Angriff von Terroristen“. Die 30-köpfige russische Besatzung konnte den Angaben zufolge gerettet werden. Das Schiff war nach Angaben der libyschen National Oil Corporation mit Flüssigerdgas (LNG) aus dem arktischen Hafen Murmansk unterwegs, Ziel war Port Said in Ägypten.

Sollte sich der Angriff bestätigen, wäre es das erste Mal, dass die ukrainische Armee einen LNG-Tanker ins Visier nimmt. In der Vergangenheit hat sie häufig russische Ölraffinerien und Energieinfrastruktur attackiert, um die Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine zu erschweren. Der ukrainische Geheimdienst SBU reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Russlands Führung hat Kiew vorgeworfen, ein russisches Schiff im Mittelmeer angegriffen zu haben. Laut dem russischen Verkehrsministerium attackierte die Ukraine am Vortag im Mittelmeer den Gastanker „Arctic Metagaz“ „in unmittelbarer Nähe“ Maltas. Belege dafür lieferte die Behörde nicht. Der Tanker kam dem Ministerium zufolge beladen aus dem russischen Hafen Murmansk. Alle 30 Besatzungsmitglieder, demnach russische Staatsbürger, seien gerettet worden, teilte das Ministerium mit.

Der Vorfall werde als Akt internationalen Terrors und Piraterie eingestuft. Zu den Folgen des Vorfalls machte das russische Ministerium keine Angaben. Auf nicht überprüfbaren Fotos und Videos in sozialen Medien, die den Vorfall zeigen sollen, waren Rauch und Feuer auf einem stark beschädigten Schiff zu sehen. Von ukrainischer Seite gab es dazu zunächst keine Reaktion. Allerdings veröffentlichte Serhij Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, beim Kurznachrichtendienst X „exklusiv“ Aufnahmen, die nach dem Brand vom russischen Gastanker aus der Luft gemacht wurden.