Theoretisch haben die Panther noch eine Chance auf die Play-off-Teilnahme. Doch Platz zehn zu erreichen, wird immer schwieriger. Bei den Kölner Haien ging der AEV beim 2:6 (0:2, 1:2, 1:2) leer aus und hatte zu keinem Zeitpunkt eine Siegchance. Zu souverän trat der DEL-Tabellenführer vor 18.600 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena auf. „Köln hat in den entscheidenden Momenten die Tore geschossen“, kommentierte AEV-Coach Bill Peters die Niederlage bei Magentasport.

Im ersten Drittel fanden die Panther nur mühsam in die Partie. Die richtige Einstellung schien zu fehlen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Mannschaft bei der Anreise aus dem Hotel in Düsseldorf knapp zwei Stunden lang im Feierabendverkehr nur im Schneckentempo vorangekommen war. Die Spielvorbereitung musste verkürzt werden. Die Gastgeber erwischten den besseren Start. Eine überflüssige Strafe, weil im gegnerischen Drittel abgeholt, leistete sich der Ex-Kölner Alexandre Grenier. Das Überzahlspiel der besten Powerplay-Mannschaft der DEL überstanden die Augsburger, die ligaweit das schlechteste Unterzahl aufweisen, noch ohne Gegentreffer. Doch einige Sekunden nach Greniers Rückkehr traf Kevin Niedenz zum 1:0 für die Haie.

Teammanager Markus Keller saß als Aushilfs-Ersatzkeeper auf der Wechselbank

Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt schnappten die Panther den zweiten Gegentreffer. Fünf Sekunden vor der ersten Drittelpause erhöhte wieder Niedenz auf 2:0. AEV-Torhüter Peyton Jones war zweimal geschlagen. AEV-Trainer Bill Peters setzte wieder auf den Deutsch-Amerikaner. Damit saß Teammanager Markus Keller als Aushilfs-Ersatzkeeper auf der Wechselbank.

In der Pause fand Chefcoach Peters offenbar die richtigen Worte für sein Team. Die Augsburger hielten zumindest zwischenzeitlich besser dagegen. 87 Sekunden nach Wiederbeginn verkürzte Donald Busdeker auf 1:2. Der US-Amerikaner zählt nicht nur in den vergangenen Partien zu den auffälligsten AEV-Stürmern. Der Außen erhöhte sein Trefferkonto auf nun 20 Saisontreffer. Eine weitere Großchance verzeichnete Tim Wohlgemuth, der ebenfalls im der vergangenen Saison noch das Haie-Trikot getragen hatte. Der Kaufbeurer versuchte Torwart Felix Brückmann auszuzocken, doch er scheiterte. Die Haie spielten nun ihre Routine aus und hatten zudem das nötige Schuss-Glück. Oliwer Kaski und Ryan McInnis in Überzahl stellten bis zur 36. Minute auf 4:1. Dazwischen vergab erneut Busdeker aus zwei Metern freistehend die Möglichkeit zu seinem zweiten Treffer des Abends. Die Kölner unterstrichen, warum sie die DEL als Liga-Primus abschließen werden. Zum 30. Mal in dieser Saison erzielten sie vier oder mehr Tore in einer Partie. Die Vorentscheidung war gefallen.

Die Kölner machten in der 48. Minute den Deckel auf den Sieg. Es war eine finnische Co-Produktion. Nach einem Schuss von Veli-Matti Vittasmäki fälschte Valtteri Kemiläinen den Puck zum 5:1 ab. Ryan Button mit seinem ersten Saisontor im 48. Einsatz für die Panther verkürzte auf 5:2. Der Torschütze jubelte verhalten. Die Partie war gelaufen. Kero stellte auf 6:2.

Nun gibt es nur noch Endspiele für die Panther. Vier Partien stehen aus und vier müssen wohl gewonnen werden, wenn die Augsburger noch das Unmögliche möglich machen und in die Play-offs einziehen wollen. Am Freitag kommt Schlusslicht und Absteiger Dresden. Am Sonntag geht es nach Schwenningen. Am letzten Wochenende warten Ingolstadt auswärts und Wolfsburg zuhause auf den AEV.

Augsburger Panther Jones – Mayhew, Bowey; Button, Schemitsch; Farrance, Renner; Pilu– M. Elias, Wohlgemuth, Blank; Grenier, Kunyk, Busdeker; Cramarossa, Damiani, Bast; Zwickl, Henriquez, Hanke

Tore 1:0 (8.) Niedenz, 2:0 (20.) Niedenz, 2:1 (22.) Busdeker, 3:1 (28.) Kaski, 4:1 (36.) McInnis, 5:1 (48.) Kemiläinen, 5:2 (52.) Button, 6:2 (52.) Kero

Zuschauer 18.600

  • Milan Sako

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  • Augsburger Panther

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  • Köln

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