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Bochum – Kjell Wätjen (20) ist U20-Nationalspieler (3 Einsätze). Er spielte für den BVB in der Bundesliga, stand in der Königsklasse bereits im Kader. In Bochum ist die Leihgabe des Revier-Nachbarn aktuell nur Bankdrücker. Immerhin: Cheftrainer Uwe Rösler (57) macht dem Top-Talent jetzt Hoffnung!
Denn in den vergangenen 5 Spielen durfte Wätjen nur 16 Minuten ran. Zuvor verpasste der Mittelfeldspieler nur ein Spiel aufgrund eines Infekts, stand sonst immer auf dem Rasen. Rösler auf BILD-Nachfrage: „Kjell ist jetzt irgendwann wieder dran. Er hat nicht deshalb kaum gespielt, weil er schlecht trainiert oder nicht in Form ist.“
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Röslers Begründung: In der Rückrunde war Gerrit Holtmann (30) auf der linken Seite gesetzt. Zudem ist Wätjen nicht unbedingt der 1:1-Ersatz für den Flügelflitzer, der gegen Kaiserslautern (Sa./20.30 Uhr/Sky und RTL) aufgrund von Wadenproblemen auszufallen droht. Andererseits kommt es auch auf den Matchplan an und darauf, wie Rösler den Gegner erwartet. Der Trainer: „Im Zentrum hatten wir Callum Marshall und Franciy Onyeka. Daher hatte ich meine Probleme, einen Platz für Kjell zu finden.“
Zoller: „Kjell hat richtig Bock“
Nach dem Training am Dienstag schnappte sich Simon Zoller (34/Leiter Lizenz) Wätjen, sprach einige Minuten mit ihm. Zoller: „Es ist wichtig, mit unseren jungen Spielern den Austausch zu suchen und offen zu sprechen.“ Und ergänzt mit Blick auf die Leihgabe: „Kjell ist dran, ist positiv und hat Bock. Wir wissen aber, dass Entwicklungsschwankungen bei allen jungen Spielern passieren können.“
Wätjen darf sich Hoffnungen machen, gegen Kaiserslautern wieder in die Startelf zu rücken. Nach der Nicht-Leistung in Düsseldorf (1:2) dürfte Rösler seine Anfangsformation auf mindestens zwei Positionen verändern. Zudem kommt der angeschlagene Holtmann. Dann muss die BVB-Leihgabe seine Chance nutzen, um wieder Eigenwerbung zu betreiben.