Ukraine-News von Mittwoch, 04. März 2026

22:31 Uhr | Putin erwägt Stopp der Gaslieferungen in EU

Angesichts des von der EU geplanten Embargos gegen russisches Gas denkt Russlands Präsident Wladimir Putin darüber nach, die Lieferungen selbst schon vorher zu stoppen. „Jetzt öffnen sich andere Märkte. Und vielleicht ist es für uns vorteilhafter, jetzt sofort die Lieferungen für den europäischen Markt einzustellen“, sagte er in einem Interview des russischen Staatsfernsehens. Demnach erwägt Putin dem Inkrafttreten der EU-Sanktionen zuvorzukommen. Zwar denke er nur laut darüber nach, ob die Orientierung auf andere Märkte für Russland jetzt nicht günstiger sei. Eine Entscheidung sei nicht gefallen. Er beauftrage aber Regierung und Unternehmen, einen solchen Schritt zu prüfen. (Quelle: dpa)

21:05 Uhr | Moskau wirft Ukraine „Terroranschlag“ auf Gas-Tanker im Mittelmeer vor

Russland hat Kiew vorgeworfen, einen Gas-Tanker im Mittelmeer mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. „Das ist ein Terroranschlag“, sagte Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit dem Staatsfernsehen. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurde der Tanker in der Nähe Maltas mit einer von der libyschen Küste gestarteten Marinedrohne angegriffen. Die 30-köpfige Besatzung des vom nordrussischen Murmansk aus gestarteten Schiffs befinde sich in Sicherheit.  (Quellen: AFP, dpa)

Update 19:41 Uhr | Putin versichert Ungarn verlässliche Energielieferungen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Ungarns Außenminister Peter Szijjarto zugesichert, dass Russland auch weiter verlässlicher Energielieferant für Ungarn und die Slowakei bleiben wolle. Nicht alles hänge dabei von Moskau ab, die russische Seite erfülle aber ihren Teil der Vereinbarungen. Szijjarto hatte zuvor Russland aufgefordert, Öl und Gas trotz des Iran-Kriegs zu „unveränderten Preisen“ zu liefern. Ungarn erhält derzeit kein Öl über die durch die Ukraine führende Transitleitung Druschba. Nach Angaben der Ukraine wurde die Pipeline bei russischen Angriffen beschädigt. Ungarn wiederum wirft der Ukraine Sabotage vor. (Quellen: Reuters, AFP, dpa)

18:27 Uhr | Russland lässt zwei ukrainisch-ungarische Kriegsgefangene frei

Russlands Präsident Wladimir Putin lässt zwei Kriegsgefangene mit ungarischer und ukrainischer Staatsbürgerschaft und übergibt sie Ungarns Außenminister Péter Szijjártó. Die Männer seien in der Ukraine zwangsweise für den Fronteinsatz mobilisiert worden, sagte Putin bei einem Treffen mit Szijjártó in Moskau. „Sie können sie mitnehmen“, antwortete er auf eine entsprechende Bitte Szijjártós. In der westukrainischen Region Transkarpatien gibt es eine große ungarische Minderheit. (Quellen: AFP, dpa)

17:48 Uhr | Wadephul nennt Ungarn-Veto gegen Ukraine-Hilfe unannehmbar

Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert ein rasches Ende der ungarischen Blockade von bereits beschlossenen neuen Milliarden-Geldern der EU für die Ukraine. Man könne sich „unannehmbare Blockaden – wie sie derzeit von Ungarn ausgehen“ nicht länger leisten, sagte der CDU-Politiker bei einer Sitzung des Ostseerats in Polens Hauptstadt Warschau. (Quelle: dpa)

15:36 Uhr | Slowakei stellt Notstromhilfe für Ukraine ein

Der slowakische Stromnetz-Betreiber Seps hat die Lieferung von Notstrom an die Ukraine eingestellt. „Ab dem Moment dieser Bekanntgabe liefert Seps keine Notstromhilfe mehr“, sagte Seps-Chef Martin Magath. Das staatliche Unternehmen folgte damit einer Anweisung der Regierung in Bratislava. Der Lieferstopp betreffe ausschließlich technische Einspeisungen von elektrischem Strom, die dazu dienten, das ukrainische Netz zu stabilisieren. Dies sei nicht der Strom, der zum Beleuchten, Heizen, Kochen oder das alltägliche Leben verwendet werde. (Quelle: dpa)

12:17 Uhr | Gespräche über das Bürgergeld laufen noch

Nach Angaben der SPD-Bundestagsfraktion laufen mit den Bundesländern noch Gespräche über den Plan, dass Ukrainer, die ab dem 1. April 2025 nach Deutschland gekommen sind, kein Bürgergeld mehr bekommen, sondern die geringere Leistungen für Asylbewerber. Nach den Angaben von Fraktions-Geschäftsführer Dirk Wiese gibt es vor allem in den Fragen der Finanzen noch Abstimmungsbedarf. Zuständig für die Ukrainer wären nach der Änderung nicht mehr die Jobcenter, sondern die Sozialämter. (Quelle: KNA)