
Der FC Barcelona hatte eine historische Aufholjagd gegen Atletico Madrid vor Augen, ist aber doch im Halbfinal-Rückspiel der Copa del Rey ausgeschieden.
Der 3:0 (2:0)-Sieg am Dienstagabend (03.03.2026) reichte nicht, um die 0:4-Klatsche aus dem Hinspiel auszugleichen. Marc Bernal (29., 72.) und Raphinha (45.+5) trafen im Camp Nou für Titelverteidiger Barca, der für eine Verlängerung nötige vierte Treffer fiel aber nicht mehr.
Atletico trifft im Endspiel am 25. April in Sevilla entweder auf Real Sociedad San Sebastian mit Trainer Pellegrino Matarazzo oder auf Athletic Bilbao, die am Mittwoch um 21 Uhr das zweite Halbfinale bestreiten. Barcelona hat als Tabellenführer der spanischen Liga noch die Chance auf den Meistertitel und ist auch in der Champions League noch im Rennen, hat es im Achtelfinale mit Newcastle United zu tun.
Lamine Yamal leitet die Führung ein
Barcelonas Fermin Lopez sendete direkt ein Signal: Schon nach 75 Sekunden gab er den ersten gefährlichen Torschuss ab, der Ball touchierte die Latte. Trainer Hansi Flick musste dann früh reagieren und den angeschlagenen Jules Koundé auswechseln, für ihn kam Alejandro Balde. Gar nicht erst dabei waren Robert Lewandowski (Jochbeinbruch), Frenkie de Jong (Oberschenkelverletzung) und Eric Garcia (Rotsperre).
Nach einer halben Stunde leitete dann Lamine Yamal, Dreifachtorschütze am Wochenende beim 4:1 gegen Villarreal, die 1:0-Führung ein. Er dribbelte sich auf links bis zur Torauslinie frei und legte perfekt quer, sodass Bernal nur noch ins leere Tor einschieben musste.
Lookman vergibt, Raphinha verwandelt
Barca hatte noch weitere Gelegenheiten, aber auch Atletico war immer wieder gefährlich, vor allem durch Antoine Griezmann. Der Franzose traf mit einer Direktabnahme den Außenpfosten (42.). Noch größer war die Gelegenheit für Ademola Lookman – er köpfte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus sieben Metern freistehend links vorbei.
Statt des Ausgleichs fiel im Gegenzug das 2:0 für Barca. Madrids Marc Pubill fuhr im Strafraum das Bein aus, traf Pedri am Schienbein. Den fälligen Elfmeter verwandelte Raphinha souverän, sodass sein Team mit großer Zuversicht in die Kabinen gehen konnte.
Barcelonas Ronald Araujo bejubelt sein Tor für Barcelona
Auch nach der Pause: Immer wieder Yamal
Atletico dagegen kam offenbar ins Grübeln, das legten die ersten Minuten der zweiten Halbzeit nahe. Barcelonas Yamal leitete einen Angriff nach dem anderen ein, war kaum zu stoppen. Madrids Torwart Juan Musso musste mehrfach in höchster Not retten.
Mehrere Auswechslungen brachen dann den Spielrhythmus, sodass Atlético durchatmen konnte. Unter anderem musste Flick den in der ersten Hälfte eingewechselten Balde angeschlagen wieder vom Feld nehmen, brachte Ronald Araujo.
Cancelo flankt auf Bernal
Eine Standardsituation brachte den dritten Treffer. Joao Cancelo flankte aus dem rechten Halbfeld und Bernal verwandelte direkt – das kleine Wunder war jetzt zum Greifen nah.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt schaltete Atletico in den Überlebensmodus, stellte sich tief in die eigenen Hälfte und versuchte, Zeit zu gewinnen. Souverän sah das nicht aus, Bernal hätte fast noch ein drittes Mal getroffen (89.). Aber am Ende durften die Gäste über den Einzug ins Finale jubeln.
