Über gepflegte Grünflächen und neue Bänke können sich die Bewohner der Siedlergemeinschaft Bremkamp freuen. Wie immer packten die großen und kleinen Bewohner dafür selbst kräftig an. Anlass war der jährliche Piccobello-Tag der Siedlung am vergangenen Wochenende. Dabei beteiligten sich 20 erwachsene Helferinnen und Helfer sowie zehn Kinder und Jugendliche. Diese machten sich auf dem Spielplatz und den angrenzenden Wegen mit großem Engagement ans Werk.
„Die Resonanz war sehr positiv und es gab auch einiges zu tun“, berichtet Martin Belz vom Siedlungsvorstand. Im Zentrum der Bemühungen stand wieder die Spielfläche am Neulandweg. Diese ist für die Bremkamper ein wichtiger Ort des Austauschs und wird entsprechend gehegt und gepflegt. Neben Reinigung und Rückschnitt der Grünflächen gab es auch wieder handwerkliche Aktivitäten. Dabei wurden drei Bänke aufgebaut. Hier sollen die Eltern bei der Beaufsichtigung ihres Nachwuchses ins Gespräch kommen. Das ist ganz im Sinne des Bremkamper Mottos „Mehr als Wohnen – Leben“. Dabei soll auch die Kommunikation der Siedler untereinander gefördert werden. „Die Bänke hat uns die Stadt zur Verfügung gestellt“, erklärt Martin Belz. Ähnlich wurde bereits im letzten Jahr verfahren, als die Stadt der Siedlung gebrauchte und generalüberholte Spielgeräte aus ihrem Fundus überlassen hatte. Das Ergebnis kann sich in Form einer Wippe und eines Schaukeltiers sehen lassen. Auch bei den Bänken lief der Aufbau reibungslos. „Das hat sehr gut geklappt“, sagt Martin Belz. Als Experte für Garten- und Landschaftsbau kennt er sich mit technischen Abläufen gut aus und kann die freiwilligen Helfer professionell anleiten.
Dachbegrünung des Unterstands gepflegt
Der ganze Stolz der Siedlung ist nach wie vor der Wetterunterstand auf dem Spielplatz. Dafür hatte die Bezirksvertretung Vohwinkel im vorletzten Jahr 30 000 Euro aus ihren Mitteln des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG) bereitgestellt. Das Bauwerk entstand in massiver Holzbauweise ebenfalls als Gemeinschaftsprojekt. Dabei wurde das Fundament von freiwilligen Helfern gegossen. Nach dem Aufbau durch eine Fachfirma übernahmen die Bewohner den kompletten Anstrich. Beim Picobello-Tag wurde die Dachbegrünung des Wetterunterstands fachgerecht gepflegt. Hier tummeln sich bereits Bienen und Hummeln.
Neben dem Spielplatz mussten auch die Grünflächen im sogenannten „Grund“ oberhalb des Bolzplatzes am Ludgerweg gepflegt werden. „Wie im gesamten Siedlungsgebiet, gibt es hier viele Verbindungswege, die sonst zuwachsen würden“, erklärt Martin Belz. Er bedankt sich ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern. „Es hat wieder viel Spaß gemacht“, so der zweite Vorsitzende der Siedlergemeinschaft.
In der Siedlung ist grundsätzlich immer etwas los. So werden regelmäßig Spielplatznachmittage für die Kleinsten, Treffs für Teens sowie Frauen- und Männerstammtische angeboten. Im Juli soll wieder das beliebte Sommerfest der Siedlung auf dem Spielplatz am Neulandweg stattfinden. In der zweiten Jahreshälfte ist ein historischer Spaziergang geplant. Immerhin ist der Bremkamp bereits 86 Jahre alt und gehört zu den ältesten Siedlungen im Stadtgebiet. Er besteht heute aus über 250 Häusern mit über 800 Bewohnern. Durch Anbauten und die Teilung von Grundstücken hat sich das Bild deutlich verändert. Teilweise wird aber wieder an die alten Gepflogenheiten angeknüpft. So werden Kleintiere gehalten und Bienen angesiedelt.
Beeindruckender Zusammenhalt
All das soll dazu beitragen, dass der Bremkamp mehr als nur ein Wohnort ist. „Die Siedlergemeinschaft sorgt für ein beeindruckendes Maß an Engagement und Zusammenhalt, das in der Region seinesgleichen sucht. Die zahlreichen Aktivitäten, die von den Mitgliedern organisiert werden, zeugen von einer lebendigen Gemeinschaft, in der sich Jung und Alt gleichermaßen wohl fühlen“, findet etwa Bewohnerin Eva Braunschweig. Dies sei aus ihrer Sicht ein „leuchtendes Beispiel dafür, Wie ehrenamtliches Engagement das Leben in der Nachbarschaft bereichert und Gemeinschaft erlebbar macht“. Mehr Infos gibt es unter: