Russlands Präsident Putin sprach von einem „Angriff von Terroristen“. Die 30-köpfige russische Besatzung konnte den Angaben zufolge gerettet werden. Das Schiff war nach Angaben der libyschen National Oil Corporation mit Flüssigerdgas (LNG) aus dem arktischen Hafen Murmansk unterwegs, Ziel war Port Said in Ägypten.
Sollte sich der Angriff bestätigen, wäre es das erste Mal, dass die ukrainische Armee einen LNG-Tanker ins Visier nimmt. In der Vergangenheit hat sie häufig russische Ölraffinerien und Energieinfrastruktur attackiert, um die Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine zu erschweren. Der ukrainische Geheimdienst SBU reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Russlands Führung hat Kiew vorgeworfen, ein russisches Schiff im Mittelmeer angegriffen zu haben. Laut dem russischen Verkehrsministerium attackierte die Ukraine am Vortag im Mittelmeer den Gastanker „Arctic Metagaz“ „in unmittelbarer Nähe“ Maltas. Belege dafür lieferte die Behörde nicht. Der Tanker kam dem Ministerium zufolge beladen aus dem russischen Hafen Murmansk. Alle 30 Besatzungsmitglieder, demnach russische Staatsbürger, seien gerettet worden, teilte das Ministerium mit.
Der Vorfall werde als Akt internationalen Terrors und Piraterie eingestuft. Zu den Folgen des Vorfalls machte das russische Ministerium keine Angaben. Auf nicht überprüfbaren Fotos und Videos in sozialen Medien, die den Vorfall zeigen sollen, waren Rauch und Feuer auf einem stark beschädigten Schiff zu sehen. Von ukrainischer Seite gab es dazu zunächst keine Reaktion. Allerdings veröffentlichte Serhij Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, beim Kurznachrichtendienst X „exklusiv“ Aufnahmen, die nach dem Brand vom russischen Gastanker aus der Luft gemacht wurden.
Die Streitkräfte Maltas teilten bei Facebook mit, dass sie über eine Notsituation des Schiffs „MT Arctic Metagaz“ außerhalb ihres Such- und Rettungsgebiets informiert worden seien. Das Schiff sei geortet und Koordinierungsmaßnahmen seien gemäß internationalen Verpflichtungen ergriffen worden. Die Überlebenden seien anschließend im libyschen Such- und Rettungsgebiet in einem Rettungsboot gefunden worden.
Die Lage der russischen Wirtschaft und des Staatshaushalts ist nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes (BND) schlechter als offiziell dargestellt. „Russland versucht, durch geschönte Zahlen die wahren Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu
verschleiern“, schreibt der Nachrichtendienst am Mittwoch auf der Plattform LinkedIn. „Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt über 2,36 Billionen Rubel (26,18 Milliarden Euro) höher als offiziell ausgewiesen.“ Der BND beruft sich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse.