Die Bauarbeiter setzen die Steinwolle in die Grube an der Baustelle in der Alleestraße

Stand: 05.03.2026 • 06:00 Uhr

In Bochum wird gerade ein weltweit einmaliges System zur Regenwasserspeicherung ausprobiert. Unter dem Asphalt einer Straße wird Steinwolle verbaut.

Seit über einem Jahr befindet sich die Alleestraße im Umbau. Sie ist eine der wichtigsten Hauptstraßen in Bochum. Und gerade hier soll bald ein einzigartiges System mit Steinwolle zum Einsatz kommen.

Die Steinwolle soll wie ein Schwamm unter dem Asphalt das Regenwasser aufnehmen. Das Wasser wird so gespeichert und ist für die umstehenden Bäume über längere Zeit nutzbar. Rund 100 Bäume sollen so künftig von dem Wasserreservoir profitieren.

Auch Abkühlung durch Verdunstung

Ein Bild der Baustelle auf der Allestraße

Positiver Nebeneffekt: Das Wasser in dem Steinwolle-Speicher soll in heißen Sommern nicht nur für die Bewässerung der Pflanzen, sondern auch durch Verdunstung für Abkühlung der Umgebung sorgen.

Überschüssiges Wasser soll dann in einen nahegelegenen Bach geleitet werden. Ganz nach dem Prinzip der „Schwammstadt“, wo Regenwasser nicht in die Kanalisation geleitet wird, sondern in natürliche Gewässer.

Instabiler Untergrund war eine Herausforderung

Der Umbau der Alleestraße war dabei eine Herausforderung. Das haben die Planer der Stadt Bochum zuletzt an der Hattinger und Castroper Straße gesehen.

Wegen Bauschutt und der vielen Leitungen unterhalb der Straße ist der Untergrund zu instabil. Die Lösung ist ein sogenannter Flüssigboden, der zur Stabilisierung aufgetragen wurde. Nachdem nachdem dieser ausgehärtet ist, konnten nun die weiteren Arbeiten folgen.

Unsere Quellen:

  • Stadt Bochum
  • WDR Reporter

Sendung: WDR.de, Pilotprojekt Schwammstadt in Bochum, 05.03.2026, 06:00 Uhr

Westdeutscher Rundfunk