Südlich von Neuruppin in Brandenburg ist ein Hundehalter bei der Rettung seines Hundes vom brüchigen Eis stark unterkühlt worden. Der 48-Jährige aus Kremmen (Oberhavel) war am Dienstag auf das Eis auf dem Ruppiner Kanal gegangen, weil sein Vierbeiner beim Spaziergang vorher darauf gelaufen und auf dem Kanal eingebrochen war, wie ein Polizeisprecher sagte.

Brandenburg: Mann rettet seinen Hund aus Ruppiner Kanal

Der Mann habe sich nass und unterkühlt selbst und auch den Hund wieder an Land bringen können. Die Rettungskräfte brachten den 48-Jährigen aber in eine Klinik. Der Hund wurde an Bekannte übergeben. Die Polizei warnte in dem Zusammenhang nochmals eindringlich davor, Eisflächen auf Gewässern in Brandenburg und in MV zu betreten. Es bestehe akute Lebensgefahr, denn das Eis könne täuschend fest aussehen, sei aber an vielen Stellen durch Sonne und die Temperaturen über null Grad äußerst brüchig.

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Erst am Wochenende hatte es einen ähnlichen Fall auf dem Inselsee bei Güstrow gegeben. Dort mussten Eisretter mit Leitern ausrücken und eine Hündin herausholen, die etwa 100 Meter auf den See hinausgelaufen und ins Eis eingebrochen war. Bei der Rettung brach der Helfer trotz Leiter selbst 15 Meter vor der Labrador-Hündin ein. Er konnte aber stehen, da das Wasser dort flach war. Die Rettung war erfolgreich.

Etliche Gewässer in Brandenburg und MV tragen noch Eis

Nach den strengen Frosttagen seit Januar sind viele Seen in MV noch von Eis bedeckt, unter anderem fast die komplette Müritz. Die einst bis zu 30 Zentimeter dicke Eisdecke schmilzt nur sehr langsam und ist zum Teil immer noch 10 Zentimeter dick, so dass sogar große Steine, die darauf liegen, noch nicht gesunken sind. Wirklich tragfähig soll die Eisdecke aber nicht mehr sein.