Ungeachtet der fast schon zur Gewohnheit gewordenen, abermals unnötigen Zitterschlussphase unterstrich Ole Werner am Donnerstag: „Der Sieg in Hamburg hat gutgetan“ Und ergänzte: „Wir haben eine gute Trainingswoche gehabt, auch wenn sie kurz war.“

Manuel Baum sorgt mit Augsburg für Furore

Mindestens genauso widerspenstig und unangenehm wie der HSV ist auch der anstehende Kontrahent aus Augsburg zu erwarten. Anders als noch im Hinspiel – aus dem RB den bislang höchsten Bundesliga-Auswärtssieg der Klubhistorie mitnahm, während der FCA ein 0:6 der besonderen Blackout-Trance durchlitt – dürften die Schwaben diesmal mit ziemlicher Sicherheit besser präpariert sein. „Das Augsburg von damals hat nichts mehr mit dem Augsburg von heute zu tun“, weiß auch Ole Werner.

Das liegt nicht zuletzt auch an einem in Leipzig alten Bekannten. Ex-RB-Nachwuchschef Manuel Baum übernahm interimsweise Anfang Dezember 2025 nach dem sportlich aus den Fugen geratenen Experiment mit Bundesligadebütant Sandro Wagner und führte die zu jenem Zeitpunkt vollkommen verunsicherte Mannschaft binnen nur drei Monaten in die gesicherte obere Tabellenhälfte. Nur eine Niederlage kassierten die Fuggerstädter in den letzten acht Partien – ließen dabei vor allem durch den redlich erkämpften 2:1-Auswärtssieg beim der Bundesliga schier entwachsenen FC Bayern aufhorchen.

Ouedraogo macht Fortschritte

„Es ist eine Mannschaft, die klare Muster hat, die gutet Lösungen hat, die ihre Ergebnisse nicht zufällig erzielt hat und die auch noch extrem effektiv ist und nicht viele Chancen braucht“, beobachtete Ole Werner. Vor allem die letzten beiden Punkte hat der FCA den Rasenballsportlern derzeit voraus. Die folgerichtige Erkenntnis des 37-Jährigen lautete: „Wir brauchen das absolute Leistungsmaximum, um zu gewinnen.“

Bis auf Peter Gulacsi, Xaver Schlager, Kostja Nedeljkovic und Assan Ouedraogo stehen Werner alle Profis für diese Aufgabe zur Verfügung. In punkto Ouedrago aber ließ der RB-Cheftrainer zumindest für die nicht mehr allzu ferne Zukunft Hoffnung keimen. Der seit Ende November mit Problemen in der Kniekehle ausfallende Nationalspieler mache „wirklich gute Fortschritte“ und soll laut Werner spätestens nach der Länderspielpause wieder für Bundesliga-Einsätze bereit sein.