DruckenTeilen
Die T-Wagen von Alstom kommen im Sommer zurück. Zuvor mussten die Bahnen wegen Software- und Türproblemen außer Betrieb genommen werden.
Frankfurt – Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) will die seit langem bestellten Straßenbahnen von Alstom im Sommer in Betrieb nehmen. Umfangreiche Tests seien abgeschlossen, teilte die VGF-Unternehmenskommunikation mit.
T-Wagen hatten viele Macken – stattdessen fuhren wieder alte Straßenbahnen
Im Dezember 2022 wurde die erste von 58 bestellten Straßenbahnen nach Frankfurt geliefert, die nach anfänglicher Begeisterung über das schlanke Design bald für ihre Probleme bekannt war, etwa mit der Software, der Fahrzeugsteuerung und Sensoren an den Türen. Die VGF nahm die Modelle 2024 außer Betrieb. Seitdem waren wieder vermehrt Straßenbahnen aus den 1970er Jahren im Einsatz, die nicht barrierefrei sind.
Der T-Wagen. © Rolf Oeser/Rolf Oeser
Mit Alstom vereinbarte die VGF, sie solle eine Straßenbahn schicken, die wirklich funktioniere, und das tat das Unternehmen dann auch. Seit etwa einem Dreivierteljahr testet die VGF das Modell ausgiebig – erst in der Zentralwerkstatt, dann bei allen Witterungsbedingungen im Frankfurter Netz.
Neue Flotte soll ab Sommer nach und nach in Betrieb genommen werden
„Die Tests bestätigten die Funktionalität des T-Wagens, so dass die Flotte nun im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden kann“, berichtet die VGF. Der Lieferplan sehe vor, dass ab Sommer 14 Tage ein neues Fahrzeug in Betrieb genommen werden solle.
Die VGF hat 58 Straßenbahnen bei Alstom bestellt. 24 Straßenbahnen sind 31,5 Meter lang, die restlichen 34 Straßenbahnen sind um ein 8,50 Meter langes Mittelteil auf 40 Meter verlängert. „Ich danke allen Frankfurterinnen und Frankfurtern für die große Geduld und bin mir sicher, dass sich das Warten gelohnt hat“, sagte VGF-Geschäftsführer Steffen Geers.
„Dass der erste ‚T‘-Wagen in den Fahrgastbetrieb kommt, ist eine unglaubliche Erleichterung. Er ist Voraussetzung für zahlreiche Projekte, mit denen wir das Straßenbahnnetz erweitern und zukunftsfähig aufstellen wollen“, ergänzte Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne).