Einsatz an der Urne

So viel Geld bekommen Wahlhelfer in Nürnberg

05.03.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Wahlhelfer schütten in einem Wahllokal Stimmzettel für die Bundestagswahl aus (Archivbild):Vergrößern des Bildes

Wahlhelfer schütten in einem Wahllokal Stimmzettel aus (Archivbild): In Nürnberg kommt auf sie viel Arbeit zu. Lohnt die sich auch? (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Die Nürnberger Kommunalwahl ist für Helfer ein echter Marathon über zwei Tage. t-online klärt auf, wie hoch das Erfrischungsgeld für den Einsatz am 8. und 9. März ausfällt.

In Nürnberg ist der Wahltag für die rund 4.000 ehrenamtlichen Helfer eine echte Herausforderung für die Konzentration. Da jeder Stimmzettel für den Kommunalwahl 71 Kreuze enthalten kann, erstreckt sich die Arbeit über den eigentlichen Wahlsonntag hinaus auf die computergestützte „Montagserfassung“ am 9. März 2026.

Für diesen zweitägigen Einsatz zahlt die Stadt Nürnberg gestaffelte Entschädigungssätze: Beisitzende sowie sonstiges Wahlpersonal erhalten eine Pauschale von 80 Euro. Wahlvorstehende und Schriftführende, die die Letztverantwortung für die korrekte Stimmenzählung tragen, bekommen für ihren Dienst 110 Euro.

Ein entscheidender Service-Fakt für alle Nürnberger Wahlhelfer ist der Zusatz-Bonus. Wer für den Einsatz am Wahlsonntag oder Montag keinen freien Tag als Ausgleich von seinem Arbeitgeber erhält, bekommt zusätzlich 50 Euro ausgezahlt.

Dies gilt ausdrücklich auch für Selbstständige, Rentner oder Studierende. Da die Auszählung der 70 Stimmen bei der Stadtratswahl pro Zettel am Sonntagabend oft nicht abgeschlossen werden kann, besteht für den Montagseinsatz zudem ein gesetzlicher Anspruch auf Freistellung gegenüber dem Arbeitgeber.

Damit dem Ehrenamt keine finanziellen Hürden im Weg stehen, greift in Nürnberg eine besondere Erstattungsregel: Die Stadt erstattet privaten Arbeitgebern auf Antrag die anfallenden Personalkosten für den Einsatz am Montag. Für die Helfer selbst erfolgt die Auszahlung der Beträge ausschließlich unbar.

Die Stadt bittet daher darum, die Kontodaten bereits im Rahmen der Berufung zu hinterlegen, um eine schnelle Überweisung nach dem Wahlwochenende zu garantieren. Sollte am 22. März eine Stichwahl für das Oberbürgermeisteramt nötig sein, werden die Helfer erneut berufen – dann allerdings zu etwas geringeren Sätzen, da der Zählaufwand deutlich kürzer ausfällt.