Kurzfassung des Artikels:

  • Der THW Kiel verlor am Donnerstagabend, 5. März, in Stuttgart 27:32 beim TVB.
  • Nach 16:14 zur Pause brach Kiel nach dem 18:18 mit einem 3:10-Lauf ein.
  • Kapitän Domagoj Duvnjak kritisierte Panik und fehlenden Zugriff: „Das ist nicht akzeptabel“.
  • Duvnjak lobte den 18-jährigen Rasmus Ankermann als einzigen konsequenten Angreifer.

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Domagoj Duvnjak war sauer. Enttäuscht. Von sich. Von seinen Mitspielern. Vom Ergebnis. Mit 27:32 (16:14) unterlag der THW Kiel am Donnerstagabend, 5. März, in der Handball-Bundesliga beim TVB Stuttgart. Nach dem 26:34 gegen den VfL Gummersbach am Samstag zuvor war es der zweite große Rückschlag für die Kieler im Kampf um die so wichtigen Champions-League-Plätze binnen fünf Tagen.

Dem deutschen Rekordmeister droht bereits die dritte Saison in Folge die Teilnahme an der European League, dem nur zweitwichtigsten Wettbewerb im europäischen Vereinshandball.

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„Ich will hier keine Ausrede suchen. Natürlich haben uns Eric und Lukas gefehlt“, sagte Duvnjak mit Blick auf die kurzfristigen Ausfälle von Rückraumspieler Eric Johansson und Kreisläufer Lukas Laube, die wegen eines Infekts im Mannschaftshotel bleiben mussten. „Aber wir haben ja in der ersten Halbzeit alles im Griff gehabt.“

8:3-Führung für den THW Kiel nach zwölf Minuten

Nach 30 Minuten führten die Kieler beim Tabellenzwölften mit 16:14. Nur mit 16:14. Das mussten sich die Gäste ankreiden, denn in der Anfangsphase dominierte der THW die Partie nach Belieben, fand in Angriff und Abwehr immer wieder Lösungen gegen die unorthodox spielenden Stuttgarter, die permant mit vier Rückraumspielern agierten und in der Defensive die 3:3-Variante zeitweise sehr offensiv interpretierten.

Als Nikola Bilyk in der zwölften Minute zum 8:3 traf, deutete alles auf den 22. Kieler Sieg im 22. Bundesligaspiel gegen die Stuttgarter hin.

„Doch dann verlieren wir mehr und mehr den Kopf. Wir verkrampfen, sehen nicht mehr den freien Mitspieler, bekommen in der Abwehr keinen Zugriff mehr“, analysierte Duvnjak die zweite Hälfte der ersten Halbzeit, in der der Vorsprung der Gäste kontinuierlich schmolz.

Nach dem Wiederanpfiff folgte dann der komplette Absturz aller Systeme. „Da passiert das gleiche wie gegen Gummersbach“, haderte der Kieler Mannschaftskapitän mit dem Auftritt der „Zebras“. War es gegen den VfL ein 0:7-Lauf, der den THW von 18:18 auf 18:25 zurückwarf, so entschieden die Stuttgarter die Phase nach dem 18:18 (39.) mit 10:3 für sich. Spätstens mit dem 28:21 (52.) von Kai Häfner war die Partie entschieden – und der erste Stuttgarter Sieg perfekt.

Lob von Duvnjak für Youngster Rasmus Ankermann

„Wir sind in Panik verfallen. Das darf uns nicht passieren. Das ist nicht akzeptabel.“ Nur einen nahm Duvnjak von seiner Generalkritik heraus: Rasmus Ankermann. „Er war der einzige, der mal Richtung Tor gegangen ist. Und das mit seinen 18 Jahren. Das war überragend.“

Doch alleine konnte auch der Youngster das THW-Spiel nicht tragen. „Wir haben völlig verdient verloren“, konstatierte Duvnjak. „Die Champions League ist jetzt ganz weit weg. Das wäre für die Mannschaft, für die Fans, für den Verein ganz bitter, wenn wir es wieder nicht schaffen.“

„Die Champions League ist jetzt ganz weit weg. Das wäre für die Mannschaft, für die Fans, für den Verein ganz bitter, wenn wir es wieder nicht schaffen.“

Domagoj Duvnjak

Mannschaftskapitän des THW Kiel

Mehr Informationen:

TVB Stuttgart – THW Kiel 32:27 (14:16)größer alsGrößer als Zeichen

TVB Stuttgart: Kornecki (1.-60, 12/1 Paraden), Vujovic (n.e.) – M. Häfner (1), Serradilla, Lien (n.e.), Snajder (2), S. Mengon (7), Schmid, Heydecke (n.e.), Matzken, Zieker (2), M. Mengon (3), K. Häfner (10/6), Rubin (n.e.), Nigg (7)

THW Kiel: Pérez de Vargas (1.-44., 8/1 P), Wolff (44.-60., 1 P) – Duvnjak (3), Reinkind (2), Landin (1), Överby (3), Ankermann (3), R. Dahmke (1), Zerbe (5), Abdelhak (1), Bilyk (3), Pekeler (5), Imre (n.e.), Nacinovic

Schiedsrichter: L. Bärmann/N. Bärmann

Zuschauer: 6212 (ausverkauft)

Siebenmeter: 7/6:2/0

Zeitstrafen: 5:3