Kommunalwahlen in Nürnberg

So klappt die Stimmabgabe trotzdem noch

05.03.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Frau liegt mit Krankheitssymptomen im Bett (Archivbild): In Nürnberg kann man trotz Krankheit wählen gehen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Elena Nazarova/imago)

Plötzlich krank? Bis 15 Uhr am Sonntag greift in Nürnberg noch der Notfall-Plan. So landen die Stimmen trotz Fieber doch noch rechtzeitig in der Urne.

Die Enttäuschung am Sonntagmorgen ist riesig, wenn der Kopf dröhnt und der Weg zur Wahlurne meilenweit entfernt scheint. Doch in Nürnberg gibt es eine letzte Rettung für das Stimmrecht, damit die politische Beteiligung nicht am Fieber scheitert.

Wer wegen einer plötzlichen Erkrankung nicht selbst losziehen kann, darf das gesetzliche Notfall-Verfahren für die Briefwahl nutzen. Die absolute Deadline für diesen rettenden Antrag beim Wahlamt ist am Wahlsonntag um 15 Uhr. Ohne diesen schnellen Einsatz bleibt der Stimmzettel ungenutzt in der Schublade liegen.

Dieser rettende Kniff funktioniert allerdings nur im Team. Eine Vertrauensperson muss autorisiert werden, für den Kranken zum Wahlamt zu flitzen. Mit einer schriftlichen Vollmacht und dem Nachweis der Erkrankung führt der Weg direkt zum Wahlamt am Unschlittplatz 7a.

Das Team vor Ort ist am Sonntag extra für solche Härtefälle im Dienst und händigt die Stimmzettel für den Stadtrat und das Oberbürgermeisteramt sofort aus. Ohne diesen persönlichen Kurierdienst bleibt die politische Mitbestimmung am Wahltag unberücksichtigt.

Sobald die Kreuze im Krankenbett gesetzt sind, muss der rote Umschlag im Eiltempo zurück zur Behörde gebracht werden. Bis spätestens 18 Uhr muss er im Briefkasten des Wahlamts oder am Nürnberger Rathaus eingegangen sein.

Da die Post am Sonntag nicht mehr rechtzeitig zustellt, ist der persönliche Einwurf durch den Helfer die einzige sichere Option.