TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Esther Schweins war in den 1990er-Jahren ein bekanntes Gesicht in Film und Fernsehen. Ihr Talent für komische Produktionen sorgte für ihren Karrieresprung: Schweins war besonders beliebt, als sie Teil von Comedy- und Satire-Formaten wurde. Jahre später bewies sie, dass sie nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera glänzen kann. Als Regisseurin und Synchronsprecherin überzeugt Schweins ebenfalls seit Jahren.

Lesen Sie hier alles über die Karriere und das Privatleben von Esther Schweins und was sie als Nächstes geplant hat.

Steckbrief von Esther Schweins

Name: Esther Schweins

Geburtstag: 18. April in Oberhausen (Sternzeichen Widder)

Beruf: Schauspielerin, Moderatorin, Synchronsprecherin, Theaterregisseurin

Wohnort: Mallorca, Spanien

Beziehungsstatus: Single

Instagram: @estherschweins

Werdegang von Esther Schweins

Nach ihrem Schulabschluss begann Esther Schweins Schauspielunterricht in Karlsruhe zu nehmen, wo sie schon erste Bühnenerfahrung am Theater sammelte. Ihre Ausbildung setzte sie an der Westfälischen Schauspielschule Bochum fort. Sie machte allerdings keinen Abschluss.

Den Durchbruch im TV hatte Schweins in den frühen 1990er-Jahren, als sie als Komikerin Teil der RTL-Show „Samstag Nacht“ wurde. Dort erlangte sie schnell nationale Bekanntheit, insbesondere für ihre Parodien. Auch Kritiker lobten die Schauspielerin für ihr Talent in komischen Rollen: Für ihre Leistungen erhielt sie 1994 sowohl den Bambi als auch den Bayerischen Fernsehpreis.

Esther Schweins in der Show „Samstag Nacht“ (1993)

Esther Schweins in der Show „Samstag Nacht“ (1993)

Foto: picture-alliance / dpa

Parallel baute sie ihre Theaterlaufbahn aus: 2000 übernahm sie die Regie für die deutsche Version des Einpersonenstücks „Caveman“, das in den folgenden Jahren auf zahlreichen Bühnen aufgeführt wurde. 2009 folgte mit „Hi Dad!“ eine weitere erfolgreiche Ein-Personen-Comedyproduktion. Seit 1994 war Schweins in über 70 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Zu ihren Kino-Highlights zählen „Der Trip – Die nackte Gitarre 0,5“ oder „Das Superweib“. In Fernsehfilmen und Serien wie „Tatort“, „Alles außer Mord“, „Blutige Anfänger“ und „Die Kanzlei“ übernahm sie wiederkehrende Haupt- und Nebenrollen.

Eine besondere Rolle nahm außerdem ihre Arbeit als Synchronsprecherin ein: Zwischen 2001 und 2010 lieh sie Cameron Diaz in den Shrek-Filmen ihre Stimme als Prinzessin Fiona.

Esther Schweins beim Deutschen Fernsehpreis (2025)

Esther Schweins beim Deutschen Fernsehpreis (2025)

Foto: WireImage

Nebenbei ist sie als Moderatorin und Speakerin tätig. Seit 2021 betreibt Schweins gemeinsam mit Professor Dr. Martin Mücke den Podcast „Unglaublich krank“, der sich mit seltenen Erkrankungen beschäftigt und das Bewusstsein für diese Themen in der Öffentlichkeit stärkt.

In den vergangenen Jahren trat sie deutlich seltener im Fernsehen in Erscheinung. 2026 kommt nun endlich das Comeback: Esther Schweins betritt in der neuen Staffel von „Let’s Dance“ das Tanzparkett zusammen mit dem Profi-Tänzer Massimo Sinató.

Esther Schweins überlebte einen Tsunami

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 überlebte die Schauspielerin gemeinsam mit ihrer Mutter einen Tsunami in Sri Lanka. Sie befanden sich im Urlaub in der Inselnation, als die Flutwelle große Teile der Küste verwüstete. Sie und ihre Mutter wurden in ihrem Hotel erfasst. Die beiden wurden mehrere hundert Meter von den Wassermassen getrieben und überlebten nur knapp. Ihre Mutter erlitt vor Aufregung einen Herzinfarkt.

Später sprach sie mehrfach darüber, wie stark dieses Ereignis ihr Leben und ihre Prioritäten verändert habe. Schweins empfand außerdem große Dankbarkeit für die Einheimischen, die sie und ihre Mutter gerettet und ins Krankenhaus gebracht hatten. Sie engagiert sich seitdem für Tsunami-Opfer in Sri Lanka.

Esther Schweins spricht als Moderatorin beim Deutschen Fernsehpreis 2023

Esther Schweins spricht als Moderatorin beim Deutschen Fernsehpreis 2023

Foto: picture alliance/dpa

Privatleben von Esther Schweins

Nach ihrem großen Schicksalsschlag traf Esther Schweins ihre große Liebe und konnte wieder glücklich sein: 2008 zog sie zum Landwirt Lorenzo nach Mallorca. Auf der gemeinsamen Finca und dem Hof fand sie das große Glück abseits des Medienrummels. Das Paar war nie verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Kinder, Mina (2007) und Pau (2008).

Doch das nächste Unglück folgte 2017: Ihr Partner Lorenzo verstarb an den Folgen einer Darmkrebserkrankung. Mehrere Monate kämpfte er gegen die Erkrankung, doch es gab keine Aussicht auf Heilung. In ihrem Buch „Unglaublich krank: Seltene Krankheiten und was sie über unseren Körper verraten“ schreibt Schweins unter anderem über den Verlust. Meditation und gute Ernährung gelten für sie als Weg zur Stärkung.

Esther Schweins lebt mit ihren zwei Kindern alleine auf Mallorca und hat dort ihren Lebensmittelpunkt.

Filme und Serien (Auswahl) von Esther Schweins

  • „Der Trip – Die nackte Gitarre 0,5“ (1996)
  • „Das Superweib“ (1996)
  • „Höllische Nachbarn“ (1998)
  • „Höllische Nachbarn – nur Frauen sind schlimmer“ (2000)
  • „RTL Samstag Nacht“ (1993 – 1998)
  • „Blutige Anfänger“ (2020 – 2024)
  • „Die Kanzlei“ seit 2020