ENTERTAINMENT 06. März 2026 um 08:47 Uhr


Paramount hat Netflix im Verhandlungswettstreit um Warner Bros. ausgestochen. Das hat auch Konsequenzen für euer Netflix-Abo.

Paramount erwirbt Warner Bros. für voraussichtlich 111 Milliarden US-Dollar. Die Konsequenzen werden auch Netflix-Abonnenten zu spüren bekommen.
Paramount erwirbt Warner Bros. für voraussichtlich 111 Milliarden US-Dollar. Die Konsequenzen werden auch Netflix-Abonnenten zu spüren bekommen. (Quelle: ©2026 Paramount Skydance Corporation / Warner Bros. / Montage erstellt von Netzwelt mithilfe von KI)

  • Warner Bros. wird verkauft, doch der Käufer überrascht: Paramount erwirbt den Medienkonzern und überbietet das Netflix-Angebot.
  • Egal ob im Kino oder auf den Streaming-Plattformen: Die Fusion der beiden Entertainment-Riesen wird spürbare Konsequenzen mit sich bringen.
  • Die Auswirkungen könnten euer Netflix-Abo und sogar TikTok betreffen.

Bereits seit einer Weile steht fest, dass der Entertainment-Riese Warner Bros. verkauft werden soll. Mehrere Konkurrenten warben mit lukrativen Angeboten – angefangen mit Streaming-Gigant Netflix. Doch auch das Traditionsstudio Paramount stieg in den Angebotswettstreit um Warner Bros. ein und machte ein verlockendes Gegenangebot.

Zunächst wurde dieses Gegenangebot abgelehnt und Netflix schien den Deal sicher zu haben. Doch Paramount-Chef David Ellison hat noch einmal nachgeschlagen und mit einem 111-Milliarden-Dollar-Deal alles auf den Tisch gelegt – und Netflix damit ausgestochen.

Ist der Deal illegal?

Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta hatte angekündigt, den Deal vorher zu prüfen. Es ist möglich, dass eine Übernahme dieser Größenordnung illegal sei. Die daraus resultierende Wettbewerbsverzerrung wäre für den Staat Kalifornien, in dem Hollywood (Los Angeles) liegt, wirtschaftlich möglicherweise schädlich (via THR).


  1. Netflix ist raus: Das sind die Konsequenzen für den Filmmarkt

  2. Wie der Deal aktiv euer Netflix-Abo beeinflusst

Netflix ist raus: Das sind die Konsequenzen für den Filmmarkt

Dadurch, dass Paramount nun Alleinbieter ist, kann sich die Film- und Serienlandschaft für immer nachhaltig ändern. Indem die beiden Traditionsstudios fusionieren, entsteht ein Monopol, der sogar Disney mitsamt Lucasfilm und Marvel starke Konkurrenz machen kann.

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Hinzukommt, dass der berühmte Satz „Der Markt regelt“ nicht mehr passt. Durch die starke Monopolisierung der Filmindustrie gibt es keinen Markt mehr, denn Paramount/Warner kann den Markt klar steuern und damit nicht nur kleinere Filmproduktionen ausstechen, sondern auch einen gesunden Wettkampf an den Kinokassen bereits vorm Start gefällt.

Hinzukommt eine inhaltliche Kontrolle, die sich durch die Medienlandschaft zieht. In den USA brauchen solche Deals immer den Segen der Regierung – und Paramount-Chef David Ellison steht gut mit US-Präsident Trump. Dadurch werden kreative Entscheidungen sehr wahrscheinlich bald mit einem Auge auf die politische Lage und den Regierungssegen entschieden.

Zu Warner gehören nämlich neben dem Filmstudio auch einige TV-Sender wie Nachrichtensender CNN. Da CBS News bereits zu Paramount gehört, bleiben nicht mehr viele unabhängige Nachrichtensender in den USA, die ohne politische Einflussnahme berichten.

Wie der Deal aktiv euer Netflix-Abo beeinflusst

Die politischen Faktoren außer Acht gelassen, bedeutet der Warner-Deal auch, dass Paramount zunächst zwei beliebte Streamingdienste besitzen wird: Paramount+ und HBO Max. Wie jedoch bekannt wurde sollen beide Dienste an einem Punkt zu einem Mega-Streaming-Dienst fusionieren.

Wie genau die Fusion der beiden Streaming-Dienste aussehen wird, ist zwar noch nicht bekannt, jedoch erwartet Nutzer auf dem neuen Dienst das volle Paramount und HBO Programm, für das man höchstwahrscheinlich auch kein neues Abo abschließen muss. Das bedeutet für Paramount vor Allem eins: Mehr Abonnenten! Rechnet man die Nutzerzahlen von HBO Max und Paramount+ zusammen hätte der neue Dienst circa 200 Millionen Kunden – und schließt damit deutlich zu Netflix, Disney und Co auf.

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Für Netflix bedeutet dies zudem, dass das Programm wahrscheinlich weiter ausgedünnt wird. Während Eigenproduktionen wie „Stranger Things“ und „Bridgerton“ von dem Deal unberührt bleiben, könnten zahlreiche Warner-Titel wie „Wonka“ und „Barbie“ aus dem Programm fliegen.

Da viele Filmstudios wie Disney und Amazon in den letzten zehn Jahren eigene Streamingdienste als Konkurrenz zu Netflix etabliert haben und durch Merger-Deals im Besitz vieler legendärer Titel sind (Amazon hat sich MGM Studios mit der „James Bond“-Marke gekauft und Disney besitzt Marvel, Lucasfilm und 20th Century Fox), bleibt Netflix nicht mehr viel übrig.

Der Streamingdienst ist der einzige, der keines der großen Studios besitzt oder mit einem in irgendeiner Form zusammenhängt. Dadurch wird der Fokus in Zukunft auf Eigenproduktionen liegen müssen. Wer Kinofilme und Klassiker streamen möchte, wird sich daher wahrscheinlich eine Alternative zu Netflix suchen müssen.

Wie der Paramount-Deal euer TikTok beeinflussen könnte: Paramount-Chef David Ellison ist der Sohn von Tech-Milliardär Larry Ellison, der in den USA die Kontrolle über TikTok hat. Durch den Warner-Deal, an dem auch Larry Ellison beteiligt ist, könnte auch euer TikTok von dem Deal beeinflusst werden!

Am 20. März 2026 soll vom Warner-Leitungs- und Kontrollgremium entschieden werden, ob der Deal abgesegnet wird. Ohne Konkurrenz ist sehr wahrscheinlich, dass der Deal angenommen wird. Wie sich das Neuheiten-Programm von Netflix verändern wird, steht somit noch in den Sternen.

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