
AUDIO: Senat: 2025 15 Frauen Opfer von Femiziden (1 Min)
Stand: 06.03.2026 10:47 Uhr
Wie viele Frauen und Mädchen wurden seit Anfang vergangenen Jahres in Hamburg Opfer einer Tötung oder versuchten Tötung durch einen Mann? Die Zahlen hat die Linksfraktion in der Bürgerschaft beim Senat erfragt. Der listet 15 Fälle von vollendeter und versuchter Tötung von Frauen auf.
Im Januar vor gut einem Jahr starb eine Frau in Groß Borstel, nachdem ihr Mann sie geschlagen, gewürgt und ihr mit einem Messer in den Hals gestochen hatte. In einem anderen Fall soll ein Sohn seine Mutter erstochen und dann noch versucht haben seine Stiefmutter zu töten. Der Sohn soll an Schizophrenie erkrankt sein. Das sind nur zwei von offiziell 15 Fällen, in denen Frauen Opfer eines Mannes wurden.
Linke bezweifelt Datenlage bei Femizid in Hamburg
Hila Latifi von der Linksfraktion in der Bürgerschaft ordnet alle Gewalttaten als Femizid ein. So bezeichnet man Fälle, in denen Frauen aufgrund ihres Geschlechts Opfer werden. Ob alle Taten tatsächlich Femizide waren, darüber gibt es aber unterschiedliche Ansichten. Latifi fehlt in der Aufzählung der Mord an der Schriftstellerin, auf deren Hausboot im April 2025. Auch deshalb nennt sie die Datenlage enttäuschend unvollständig und irreführend.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.03.2026 | 10:00 Uhr