11:34 UhrRisikoprämien volatil – restriktivere Geldpolitik wird eingepreist
Die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Unternehmens- und Staatsanleihen haben am Vormittag gegenüber Vortageszeit deutlich zugelegt. Der Großteil der Bewegung hatte bereits am Donnerstag im Tagesverlauf stattgefunden, während es auch für Risiko-Assets wie Aktien nach unten ging. Je länger der Nahost-Konflikt anhält, desto länger preisen die Märkte höhere Ölpreise sowie gestörte Energie- und Handelsströme ein. In Folge wird mit einer schwächeren Wirtschaftsleistung und einer höheren Inflation gerechnet. Aktuell wird daher an den Zinsmärkten eine restriktivere Geldpolitik eingepreist, was sich durch steigende Anleiherenditen sekundär auf die Bewertungen auswirkt.
11:09 UhrPharma-Aktie stürzt ab
Enttäuschend aufgenommene Studienergebnisse bei einem experimentellen Adipositas-Medikament von Zealand Pharma schickt die Aktien des dänischen Arzneimittelherstellers auf Talfahrt. Die Titel brechen um mehr als 30 Prozent ein und notieren auf dem niedrigsten Stand seit August 2023. Die Papiere des Partners Roche, der das Medikament gemeinsam mit Zealand Pharma entwickelt, verlieren bis zu 3,3 Prozent. Laut Jefferies bleibt der Gewichtsverlust von 10,7 Prozent nach 42 Wochen hinter den Erwartungen zurück. Mit dem Mittel Petrelintide wollen die Unternehmen in den boomenden Markt für Abnehm-Medikamente vorstoßen, der derzeit von Novo Nordisk und Eli Lilly beherrscht wird.
10:53 UhrDax-Gewinne futsch
An der Frankfurter Börse hält die durch große Unsicherheit vorherrschende Volatilität an. Der Dax gab alle seine Gewinne ab und rutschte wieder in den roten Bereich. Der deutsche Leitindex verlor 0,2 Prozent auf 23.757 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 5758 Stellen.
10:26 UhrDeutscher Rüstungszulieferer plant Börsengang
Vincorion hat den Startschuss für seinen Börsengang in Frankfurt gegeben. Der norddeutsche Rüstungszulieferer, das sich auf Energieversorgung und Mechatronik bei Rüstungsgütern spezialisiert hat, peilt im ersten Halbjahr den streng regulierten Prime Standard der Deutschen Börse an, wie es mitteilte. Erwartet wird die Erstnotiz noch vor Ostern. Mit dem Börsengang will sich der Finanzinvestor Star Capital, der Vincorion vor knapp vier Jahren für 140 Millionen Euro von Jenoptik übernommen hatte, von einem Teil seiner Aktien trennen. Insidern zufolge peilt Star Capital inzwischen eine Milliardenbewertung an. Vincorion selbst fließt mit dem Börsengang kein frisches Kapital zu.
10:00 UhrMärkte im Krieg: Jetzt aussteigen oder doch abwarten?
Wie sollten Anleger mit den aktuellen Börsenturbulenzen umgehen? Da die Zukunft unsicher ist, hilft vielleicht ein Blick in die Vergangenheit. Nancy Lanzendörfer spricht mit Matthias Hüppe von der HSBC darüber, wie sich die Märkte in vergangenen Kriegen entwickelt haben.
09:45 UhrÖlpreise steuern auf höchsten Wochengewinn seit Februar 2022 zu
Nach dem zuletzt rasanten Ölpreisanstieg ist Durchatmen angesagt. Das Nordseeöl Brent verbilligt sich in der Spitze um 2,6 Prozent auf 83,16 Dollar je Fass. Das US-Öl WTI wird mit 78,24 Dollar je Fass zeitweise 3,4 Prozent niedriger gehandelt. Wegen der Furcht vor langfristigen Lieferstörungen durch den Krieg in Nahost hatten sich Brent und WTI in dieser Woche um gut 16 beziehungsweise 19 Prozent verteuert.
Anleger hoffen nun auf Maßnahmen der US-Regierung, um den Ölpreisanstieg zu begrenzen. Ein Beamter des Weißen Hauses brachte am Donnerstag mögliche Maßnahmen am Öl-Future-Markt ins Spiel, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Das US-Finanzministerium erteilte außerdem Ausnahmegenehmigungen für Unternehmen, um mit dem Kauf von sanktioniertem russischem Öl auf Tankern zu beginnen und so die Lieferengpässe zu verringern.
09:30 UhrUS-Chipentwickler erlebt Höhenflug
Marvell Technology hat mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen und damit seine Aktien nachbörslich beflügelt. Der Chipentwickler profitiert von der hohen Nachfrage nach maßgeschneiderten Halbleitern für Rechenzentren, die für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) benötigt werden.
Für das erste Quartal stellte das Unternehmen Erlöse von rund 2,40 Milliarden Dollar in Aussicht, während Analysten im Schnitt mit 2,27 Milliarden gerechnet hatten. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie lag der Ausblick mit 79 Cent über der Schätzung von 74 Cent. Im abgelaufenen vierten Quartal lag der Umsatz bei 2,22 Milliarden Dollar und entsprach damit in etwa den Prognosen. Die Marvell-Aktie legte im nachbörslichen US-Handel zeitweise um acht Prozent zu. Marvell und der Rivale Broadcom unterstützen Cloud-Anbieter bei der Entwicklung eigener Chips als Alternativen zu den Standardprozessoren des Marktführers Nvidia.
09:16 UhrEinschneidende Börsenwoche
Der Dax steuert auf ein tiefrotes Ende einer einschneidenden Handelswoche zu. Der deutsche Börsenleitindex notiert zwar aktuell im Bereich von 23.970 Punkten leicht fester, im gestrigen Geschäft hatte er 1,6 Prozent auf 23.816 Zähler eingebüßt. Am Freitag vor einer Woche hatte der Dax aber noch mit 25.254 Punkten geschlossen.
„Es sieht nach einer kleinen Erholung zum Wochenschluss aus – immerhin“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. „Ein Ende der Berg- und Talfahrt ist allerdings derzeit nicht absehbar“, erläutert sie und verweist auf den Krieg im Nahen Osten und den damit einhergehenden sprunghaftetn Anstieg der Ölpreise. „Aber auch bei Brent und WTI kommen die Preise zum Wochenschluss etwas zurück“, sagt Wohlfeil.
08:59 UhrDieser Wert kommt vorbörslich unter die Räder
Die Aktien von Lanxess geraten im frühen Handel ins Rutschen. Die Papiere verlieren mehr als fünf Prozent. Der Konzern hatte erklärt, dass Advent die von Lanxess im September 2025 angedienten gesamten Lanxess-Anteile an dem Kunststoff-Gemeinschaftsunternehmen Envalior in diesem Jahr nicht übernehmen wird. Advent berufe sich dabei auf seinen vertraglich festen Finanzierungsvorbehalt, hieß es.
08:38 UhrSind Standortschließungen bei VW ein Thema?
VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo schließt Standortschließungen bei Europas größtem Autobauer kategorisch aus. Das werde sie „unter gar keinen“ Umständen akzeptieren, auch nicht in Osnabrück, sagte sie der dpa. Zwar gebe es für den Standort noch kein fertiges Zukunftskonzept. „Aber der Konzernvorstand hat sich verpflichtet, gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite eines zu erarbeiten.“ Eine Schließung sei dabei nicht vorgesehen „und käme auch nicht infrage“.
Die Produktion der in Osnabrück gebauten Porsche-Modelle läuft in diesem Jahr aus, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Als möglicher Interessent gilt seit langem der Rüstungskonzern Rheinmetall. Im Februar hatte das Werk zudem Prototypen für mögliche Militärfahrzeuge auf VW-Basis gezeigt, zunächst nur als Test. Ob sich daraus etwas Konkretes ergibt, ist laut VW noch völlig offen.
Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich Ende 2024 nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen wurden im Gegenzug ausgeschlossen.
08:20 UhrAsien-Börsen mit deutlichen Wochenverlusten
Der weiter anhaltende Iran-Krieg sorgt auch zum Wochenausklang mehrheitlich für Abgaben an den Börsen in Ostasien. Diese fallen aber deutlich verhaltener aus als in den vergangenen Tagen. Dazu tragen auch die leicht fallenden Ölpreise bei, nach den starken Anstiegen seit Beginn des Nahost-Konflikts.
Auslöser für den Rücksetzer sind Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. So will das Finanzministerium eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung erteilen, damit indische Raffinerien russisches Öl kaufen können. Bessent fügte hinzu, dass diese Maßnahme Russland keinen erheblichen finanziellen Vorteil verschaffe, da sie nur für auf See festsitzendes Öl gelte. Für die Notierungen von Brent und WTI geht es um bis zu 1,4 Prozent nach unten.
Für den Kospi in Seoul geht es um 0,5 Prozent nach unten. Der S&P/ASX 200 in Sydney hat den Handel mit einem Minus von 1,0 Prozent beendet. Der Nikkei-225 in Tokio erholt sich von anfänglichen Verlusten und dreht leicht ins Plus – der Index gewinnt 0,5 Prozent. Leicht aufwärts geht es auch für den Shanghai Composite, der Hang-Seng-Index verzeichnet einen Aufschlag von 1,6 Prozent.
08:02 Uhr“Abwarten ist der beste Ansatz“
Der europäische Aktienmarkt wird zum Handelsbeginn deutlicher im Plus erwartet. Nach dem massiven Ausverkauf am Vortag hält damit die extrem volatile Phase an. Dies dürfte sich auch weiter so fortsetzen, ein Ende ist bisher nicht in Sicht. Am Morgen wird der Dax bei 23.960 Punkten gesehen und damit 0,6 Prozent über Vortagesschluss. Der Euro wird bei gut 1,16 Dollar umgesetzt und tendiert nach der runden Marke seitwärts. Der Ölpreis, der aktuelle Gradmesser der Spannungslage im Irankonflikt, wird pro Barrel Brent momentan mit 84,6 Dollar weiter auf hohem Niveau gehandelt, aber immerhin einen Tick tiefer als am Vortag.
Während die Auswirkungen geopolitischer Risiken für den Aktienmarkt normalerweise nur von kurzer Dauer sind, verlaufen sie diesmal äußerst volatil. „Wir glauben daher, dass Abwarten derzeit der beste Ansatz ist“, so die Analysten der Citi. „Letztendlich bedarf es eines Höchststandes beim Ölpreis für eine Entwarnung.“ Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert derweil weiter. Israel startete eine weitere Welle großangelegter Angriffe auf Teheran und traf Kommandozentralen der Hisbollah in Beirut, während der Iran weitere Raketen in Richtung Israel abfeuerte und sein nördliches Nachbarland Aserbaidschan angriff.
Am Nachmittag steht dann der US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Die sogenannten Payrolls haben in der Regel eine Impulswirkung für die Aktienmärkte. Eine höher als erwartet ausfallende Zahl an neu geschaffenen Stellen könnte „die Sorgen um das US-Wachstum lindern, selbst wenn Abwärtsrisiken durch einen anhaltenden globalen Energiepreisschock bestehen bleiben“, erklärt Goldman Sachs.
07:43 UhrLufthansa erfliegt Rekordumsatz
Die Lufthansa hat im vergangenen Jahr den höchsten Umsatz ihrer Konzerngeschichte erzielt und ihr operatives Ergebnis zweistellig gesteigert. Der Cashflow fiel deutlich besser aus als prognostiziert. Dies ist unter anderem auf ein höheres Angebot zurückzuführen. Zudem ist die Kernmarke Lufthansa wieder profitabel, und der Konzern verbuchte weniger Kosten für Flugausfälle und Verspätungen. Das Frachtgeschäft profitierte von einer stabilen Marktnachfrage und einem starken Geschäft in Asien. Die Aktionäre sollen eine um 3 Cent höhere Dividende von 0,33 Euro pro Aktie erhalten.
Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 um 5 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 19 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro zu. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 4,4 Prozent im Vorjahr auf 4,9 Prozent. Der bereinigte freie Cashflow wuchs um 41 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro. Der Konzern hatte einen bereinigten freien Cashflow auf dem Vorjahresniveau von 849 Millionen Euro in Aussicht gestellt, Analysten hatten mit 941 Millionen gerechnet.
07:28 UhrGap-Aktie stürzt ab
Sorgen über Zölle und eine Kaufzurückhaltung der US-Verbraucher trüben die Aussichten für den Modehändler Gap. Die Aktie gab nachbörslich um mehr als acht Prozent nach, nachdem das Unternehmen einen Gewinnausblick unter Markterwartungen veröffentlicht hatte. Für das Gesamtjahr stellte der Mutterkonzern von Old Navy einen bereinigten Gewinn von 2,20 bis 2,35 Dollar je Aktie in Aussicht und blieb mit dem Mittelwert dieser Spanne unter der Analystenschätzung von 2,32 Dollar.
Belastend wirkten sich vor allem US-Einfuhrzölle aus, die die Bruttomarge im laufenden Quartal um 200 Basispunkte drücken dürften. Zudem hielten sich Kunden bei nicht unbedingt notwendigen Anschaffungen zurück:
07:09 UhrShell wird in Venezuela aktiv
Shell h mehrere Abkommen mit der venezolanischen Regierung über Öl- und Gasprojekte unterzeichnet. Die Vereinbarungen umfassen sowohl Offshore-Gas- als auch Onshore-Öl- und Gasförderung, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem seien technische und kommerzielle Vereinbarungen mit dem venezolanischen Ingenieurunternehmen VEPICA sowie mit KBR und dem US-Öldienstleister Baker Hughes geschlossen worden.
Der Ölmulti betreibt in Venezuela seit Langem ein Offshore-Gasprojekt namens „Dragon“, das in den vergangenen Jahren wegen der veränderten US-Politik Rückschläge erlitten hatte. Im Februar hatte Shell jedoch erklärt, dass von den USA erteilte Generallizenzen für die Öl- und Gasexploration es dem Unternehmen ermöglichen würden, das Projekt voranzutreiben. Die im Januar in Venezuela verabschiedete Ölreform soll mit niedrigeren Steuern und mehr Autonomie für private Produzenten ausländische Investitionen fördern.
06:52 Uhr“Größte Sorge der Märkte ist der Anstieg der Ölpreise“
Die asiatischen Aktienmärkte stabilisieren sich zum Wochenschluss nach schweren Verlusten. Der Krieg im Nahen Osten und die Sorge vor einer hartnäckigen Inflation haben die Börsen zuvor auf den stärksten Wochenverlust seit Jahren gedrückt. Der japanische Nikkei-Index legt 0,1 Prozent auf 55.351,26 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix bleibt bei 3699,01 Zählern nahezu unverändert. Der Shanghai Composite gewinnt 0,3 Prozent auf 4118,68 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen 0,2 Prozent auf 4656,81 Punkte steigt.
In Japan stand vor allem die Entwicklung der Energiepreise im Fokus der Anleger. Der Nikkei steuert auf einen Wochenverlust von rund 6,5 Prozent zu. „Die größte Sorge der Märkte ist der Anstieg der Rohölpreise“, sagt Shota Sando, Aktienmarktanalyst am Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. „Wenn klar wird, dass die Ölpreise wahrscheinlich nicht auf die 100 Dollar pro Barrel zusteuern, würde das wahrscheinlich ein Gefühl der Erleichterung bringen und zur Stabilisierung der Stimmung beitragen.“
06:35 UhrDas ist los im frühen Devisengeschäft
Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar befestigt, gestützt durch seine Rolle als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Die US-Währung gewinnz geringfügig auf 157,49 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,9009 Yuan zu. Zum Schweizer Franken rückt der Dollar etwas auf 0,7803 Franken vor. Der Euro notiert nahezu unverändert bei 1,1617 Dollar.
06:18 UhrVW-Betriebsratschefin sieht Rüstung als Option
VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigt sich offen für Rüstungsprojekte bei dem Autobauer. „Ich bin der Meinung, dass Deutschland und Europa unabhängiger werden müssen im Bereich Verteidigung“, sagte sie der dpa. „Die Welt hat sich stark verändert. Deshalb ist es wichtig, dass Europa dort ein Gegengewicht aufbaut.“
Vor allem für das Werk im niedersächsischen Osnabrück könne das eine Perspektive sein. „Wir prüfen alle Möglichkeiten, um den Standort Osnabrück zukunftsfest aufzustellen“, sagte Cavallo. Rüstung sei hier eine Option. Die Arbeitnehmervertreterin verwies darauf, dass die Konzerntochter MAN bereits seit Jahren in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall Militärlaster baut.
05:59 UhrDas wird ein Wochenabsturz
Die Erholung zur Wochenmitte ist für den Dax nicht nachhaltig ausgefallen. Nachdem der deutsche Börsenleitindex am Montag und Dienstag sechs Prozent eingebüßt hatte, ging es im gestrigen Geschäft weitere 1,6 Prozent auf 23.816 Punkte abwärts. Der Handel präsentierte sich lange richtungslos. Allerdings belasteten dann Abgaben von Seiten der Wall Street. Marktteilnehmer verwiesen auf Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Nahost-Krieg.
Ein versöhnlicher Wochenabschluss deutet sich also nicht an. Zwei Termine sollten Anleger dennoch im Auge behalten. Zum einen spürt die deutsche Industrie langsam wieder mehr Oberwasser. Ihre Aufträge waren im Dezember um fast acht Prozent gestiegen und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das Statistische Bundesamt legt nun die Zahlen für Januar Ökonomen erwarten – vor allem als Reaktion auf den starken Vormonat – nun ein Minus von 4,3 Prozent. Die exportorientierten Betriebe sorgen sich auch um Auswirkungen des Nahost-Kriegs – vor allem in puncto steigender Ölpreis und verteuerte Energie.
Und unternehmensseitig? Da legt die Lufthansa die Bilanz für 2025 vor. Im Vergleich zum Krisenjahr 2024 hat sich das Unternehmen nach Prognose von Analysten deutlich verbessert, bleibt aber noch weit hinter dem operativen Gewinn von drei Milliarden Euro des Jahres 2017 zurück. Im Schnitt rechnen die Fachleute mit einem bereinigten Betriebsergebnis von 1,9 Milliarden Euro, das wären etwa 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz soll um sechs Prozent auf 39,9 Milliarden Euro geklettert sein. Die Marge würde sich damit leicht auf 4,8 Prozent verbessern. Nach Ausbruch des Iran-Krieges vor einer Woche sind Prognosen für das laufende Geschäftsjahr Makulatur. Der Luftverkehr wird von der neuen Krise schwer in Mitleidenschaft gezogen mit Flugausfällen und steigenden Treibstoffkosten. Weitere Faktoren für die Aussichten 2026 sind der Fortschritt bei der Sanierung der Kernmarke, die Entwicklung des wichtigen Transatlantikmarktes und mögliche weitere Streiks bei der Lufthansa.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.