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Jena – Es könnte für Carl Zeiss Jena schon das Endspiel der Saison werden! Vor dem Kracher am Sonntag (14 Uhr) bei Lok Leipzig ist die Lage klar: Lok liegt – bei einem Spiel mehr – zehn Punkte vor dem FCC. Gewinnt Jena, könnte der Rückstand – bei dann gleicher Spielzahl – auf vier Zähler schrumpfen. Der Titelkampf wäre plötzlich wieder offen.

FCC-Kapitän Nils Butzen bleibt dennoch zurückhaltend: „Wir sind nicht der Favorit.“ Und er hat das Gefühl, dass die Stimmung rund um den Klub kritischer ist, als es die Tabelle hergibt. „Ich habe manchmal den Eindruck, auch im Umfeld, dass wir eine richtig scheiß Saison spielen.“

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Dabei hat Jena die Chance, die Tür im Aufstiegsrennen noch einmal weit aufzustoßen. Lok wurde in dieser Saison im Ernst-Abbe-Sportfeld bereits 1:0 geschlagen – und gegen die großen Gegner liefert der FCC meist ab. Trainer Volkan Uluc will vor dem Spitzenspiel keine großen Parolen ausgeben. „Es ist da schwer, das wissen wir. Wir dürfen das Spiel nicht in der ersten Halbzeit wegschmeißen.“

Defensiv steht Jena inzwischen wieder stabil. Das Problem liegt eher in der Offensive: Die Stürmer hatten zuletzt Ladehemmung. Kapitän Butzen hofft deshalb auf das „Ketchupflaschen-Prinzip“: Ein einziger Treffer könnte den Knoten lösen. „Wenn wir uns die Chancen zuletzt anschauen, wäre das gut“, sagt Butzen. Klar ist aber auch: Abschießen lassen wird sich Lok Leipzig sicher nicht.

Trainer Uluc stärkt sein Team

Uluc stärkt seiner Mannschaft demonstrativ den Rücken: „Hier ist es im Umfeld manchmal wie Weltuntergang. Die Jungs machen es gut. Aber sie haben vom Umfeld her Probleme, das einzuordnen. In Jena kommt manchmal eine Stimmung auf, da wird ein Keil reingetrieben: Jetzt steigen sie nicht auf. Ich bin aber stolz auf die Mannschaft.“

Personell droht noch ein Ausfall: Verteidiger Maurice Hehne könnte am Sonntag fehlen – er kann jeden Tag Vater werden.