Durch Zufall wurde Club-Betreiber Stephan Schulz vor über 20 Jahren auf das Kesselhaus aufmerksam. Im Riedinger Park hatte er ein Büro angemietet. Als eine Band ein Video in dem alten Industriegebäude aufnahm, kam er damit erstmals in Berührung. Der Bau ließ ihn nicht mehr los: Schulz wollte dort einen Club eröffnen und hat ihn in den vergangenen 20 Jahren zu einer beliebten Anlaufstelle für verschiedene Zielgruppen etabliert. „Wir entwickeln uns ständig weiter. Das ist unser Erfolgsrezept“, verrät er.

Über zehn Jahre war das Kesselhaus bereits leer gestanden, als Stephan Schulz es erstmals betrat. Die Fenster waren geborsten, in den Hallen standen noch Maschinen. Doch der Augsburger, der sich damals in der Stadt mit Liquidclub und Cope Club bereits einen Namen gemacht hatte, sah sofort das Potenzial der Industriebrache. Schritt für Schritt belebte er die Immobilie wieder und machte sie zunächst für Nachtschwärmer zugänglich. „Es war anfangs kein Wasser da, kein Strom. Es gab viel zu tun“, erinnert er sich. 2006 stieg dort die erste Party, viele sollten folgen.

„Old but Gold“ heißt eine angesagte Party, die jetzt auch im Kesselhaus steigt. Stephan Schulz ist immer auf der Suche nach neuen Formaten.

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„Old but Gold“ heißt eine angesagte Party, die jetzt auch im Kesselhaus steigt. Stephan Schulz ist immer auf der Suche nach neuen Formaten.
Foto: Daniela de Haen

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„Old but Gold“ heißt eine angesagte Party, die jetzt auch im Kesselhaus steigt. Stephan Schulz ist immer auf der Suche nach neuen Formaten.
Foto: Daniela de Haen

„Wenn ein Club länger als zehn Jahre geöffnet hat, dann ist das schon großartig“, sagt er. Nun feiert das Kesselhaus am Samstag, 7. März, sein 20-jähriges Bestehen mit einer großen Geburtstagssause. Für Schulz ist das etwas Besonderes. „Augsburg ist keine Metropole, wie München oder Berlin, wo auch viele Touristen in die Clubs gehen“, sagt er. Hier müssten die Bewohner vor Ort vom Angebot überzeugt werden. Das sei nicht immer einfach. „Natürlich gibt es im Nachtleben immer Höhen und Tiefen. Gerade die Covid-Jahre und die Zeit danach waren eine große Herausforderung“, sagt er.

Kesselhaus in Augsburg: „Bei uns gibt es Partys, aber auch viele Events“

Nach den vielen Lockdowns der Corona-Jahre habe das Nachtleben zunächst einen großen Aufwind erlebt. „Als dieser Superhype wieder abgeflacht war, gab es einige Monate, die nicht so großartig waren.“ Schulz habe das Kesselhaus wieder neu aufstellen und sich dabei auch von Personal trennen müssen. Seit etwa zwei Jahren laufe der Betrieb wieder sehr gut – auch weil neue Entwicklungen vorangetrieben wurden. „Bei uns gibt es Partys, aber auch viele Events“, betont er. Eine Firmenveranstaltung mit Teppich, gedeckten Tischen und Menü könne dort genauso realisiert werden wie im Mai zwei Konzertabende mit Pianist und Entertainer Chilly Gonzales im Rahmen des Mozartfestes. Schulz lässt die Bühne im Kesselhaus zudem so umbauen, dass dort künftig auch Konzerte stattfinden können.

Das Jubiläum feiert Schulz mit zwei Partys. Ende Februar wurde ein Abend der elektronischen Musik gewidmet, einer Musikrichtung, die das Kesselhaus seit 20 Jahren begleitet. Am Samstag, 7. März, ab 22 Uhr, wird „auf allen Floors“ gefeiert. „Es sind viele DJs aus der Umgebung da, die das Kesselhaus schon seit vielen Jahren begleiten.“

  • Miriam Zissler

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