
Philipp Nawrath hat das deuschte Team mit einer Top-5-Platzierung im Einzel in Kontiolahti (Finnland) vor einem schlechten Ergebnis bewahrt. An der Spitze war Eric Perrot nicht mal vom ganz starken Sturla Holm Laegreid zu bezwingen.
Der Franzose und der Norweger schossen und liefen auf einem unglaublichen Niveau, beide blieben auf den 20 Kilometern fehlerfrei und waren lange auch läuferisch nahezu auf Augenhöhe. Am Ende feierte Perrot seinen dritten Weltcuperfolg in Serie, Laegreid blieb nur Rang zwei, nachdem er schon bei den Olympischen Spielen mehrfach knapp am Sieg gescheitert war mit je zwei Silber- und Bronzemedaillen.
Bei allen Zwischenzeiten lag der 29-Jährige zunächst knapp hinter Perrot, im Ziel waren es dank einer starken letzten Runde des Franzosen 29,9 Sekunden. Dahinter hatte Vetle Sjaastad Christiansen das Pech, dass sein perfekter Wettkampf im Schatten der beiden besten Athleten des Tages stand, der Norweger wurde Dritter mit einem Rückstand von 47,9 Sekunden.
Franzose Eric Perrot in Lahti
Nawrath läuft sich in eine Topposition
Nawrath leistete sich insgesamt zwei Fehler und freute sich über eines der besten Ergebnisse des Winters. 2:19,6 Minuten hatte der 33-Jährige im Ziel Rückstand auf Ausnahmeläufer Perrot – und neben allem Positiven trauerte er hinterher, dass es nicht eine Minute weniger war. „Es ist ärgerlich, dass der letzte Schuss danebengegangen ist, da habe ich mich extra nochmal fokussiert. Aber ich hatte heute starke Ski, das war richtig geil“, sagte Nawrath, der die zweitbeste Laufzeit hatte, im ZDF.
Nach der Hälfte des Rennens hatte Philipp Horn Hoffnung auf den erst dritten Podestplatz für das deutsche Team in dieser Saison gemacht. Zweimal hatte der 31-Jährige, der im Dezember im Sprint von Hochfilzen Dritter geworden war, fehlerfrei geschossen, doch dann ließ er zwei Scheiben stehen und das Podium rückte sofort aus dem Sichtfeld. Im letzten Schießen leistete sich Horn erneut zwei Fehler, so blieb unter dem Strich ein enttäuschender 31. Platz (+5:12,2 Minuten).
Pfund verschießt eine erneut starke Platzierung
Youngster Leonhard Pfund bekam erstmals die gesamte Härte des Profigeschäfts ab. Nach einem 13. Platz im verkürzten Einzel und Rang 15 beim anschließenden Massenstart in Nove Mesto startete der 22-Jährige auch sein drittes Profirennen mit einem fehlerfreien Liegenschießen – doch stehend gab es für ihn dann eine Packung, drei Fehler leistete sich Pfund. Damit war klar, dass es ein Abend des Lehrgeldes für ihn wird, obwohl es bei drei Strafminuten blieb, wurde er am Ende 28. (+5:06,6 Minuten).
Auch bei den übrigen DSV-Athleten lief es nicht allzu rund. Lucas Fratzscher war nach drei Strafminuten immerhin noch der zweitbeste Deutsche, allerdings landete er auch lediglich auf Rang 26 (+4:50,4). David Zobel (zwei Fehler) wurde 34. (+5:20,8).
