Ein weiterer Effekt: Auch bei wenig Luftfeuchtigkeit können sich schneller Wolken bilden. Die Staubteilchen wirken nämlich wie kleine ‚Ankerpunkte‘, an denen der Wasserdampf leichter zu Wassertropfen wird. Und die zusätzlichen Wolken reflektieren dann wieder mehr Sonnenstrahlen.
Durch den Wüstensand kann es auch zu sogenanntem Blutregen kommen – also Regen, der rötlich aussieht. Das sieht man vor allem, wenn die Tropfen auf Autos oder Fenster fallen und eintrocknen. Dieser Effekt wird laut der WDR-Wetterredaktion diesmal jedoch wahrscheinlich ausbleiben. Denn: Erst durch Regen wird der Sahara-Staub aus der Atmosphäre ausgewaschen und es entsteht „Blutregen“. Da an diesem Wochenende jedoch kein Regen angesagt ist, bleibt der Sahara-Staub in der Atmosphäre.
Staubiges Auto? Dieses Mal sind eher Pollen schuld – nicht Sahara-Staub
Dennoch kann es sein, dass man das Auto in den nächsten Tagen verstaubt vorfindet. Das liegt dann jedoch wahrscheinlich nicht am Sahara-Staub, sagt die WDR-Wetterredaktion, sondern an den Pollen, die bereits fliegen. Denn Hasel und Erle blühen teils schon kräftig.
Ein Tipp für alle Fotobegeisterten
Bei guten Wetterbedingungen schafft der Saharastaub den Rahmen für traumhafte Bilder von Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen. Denn die nur fünf bis zehn Mikrometer kleinen Staubpartikel, die in der Luft schweben, sorgen dafür, dass die Rot- und Gelbtöne noch intensiver sind, also ohnehin schon.