Die Fans der Teams der American Football League Europe (AFLE) haben am Donnerstag endlich den lang ersehnten Spielplan bekommen. Für denselben Tag hatte auch die European Football Alliance (EFA) ihren angekündigt – doch der fehlt Stand Freitagnachmittag noch immer. Unter der Ankündigung bei Instagram ist die Häme mit Pinocchio-Memes und dergleichen längst in vollem Gange. Für Ende Februar hatte auch die European League of Football (ELF) einen Spielplan versprochen – und macht offenbar ernst.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat einen Artikel veröffentlicht und berichtet von einem Gespräch mit Zeljko Karajica. Er ist Mitgründer und Geschäftsführer der ELF und der Mann, der quasi für alles verantwortlich gemacht wird, was wirtschaftlich in der Liga aus Sicht der ausgetretenen Teams falsch gelaufen ist.

Karajica: „Wir erwarten, dass diese Teams in unserer Liga spielen“

Wie die „SZ“ berichtet, habe die ELF am Dienstagabend einen Spielplan an diese Teams geschickt. „Aus unserer Sicht bestehen die Verträge absolut, weil es keine Gründe zur Kündigung gegeben hat, insofern erwarten wir, dass diese Teams in unserer Liga spielen.“ Dabei handelt es sich laut des Berichts um fünf EFA-Teams, aber auch um Berlin Thunder aus der AFLE. Vom Hauptstadt-Franchise war zuletzt nicht die Rede.

Die ELF beharrt auf ihrer Position, auch wenn das bedeute, dass in diesem Jahr niemand spiele. „Das kann passieren. Wir werden von unserer Position keinen Millimeter abrücken“, sagte Karajica. Schließlich habe man „Verpflichtungen unseren Partnern gegenüber, es bestehen langjährige Kooperationen“. Gemeint sind vor allem die TV-Verträge, die es in AFLE und EFA bislang nicht gibt.

Wie zu erwarten war, ist das letzte Wort in Europas Ligenlandschaft 2026 noch lange nicht gesprochen – und der Imageschaden wird nicht kleiner.