Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Witkoff sieht Fortschritte bei Gesprächen

Aktualisiert am 07.03.2026 – 03:46 UhrLesedauer: 15 Min.

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Aufnahmen zeigen Drohnen über russisch kontrollierter Kaukasusregion. (Quelle: t-online)

Die Ukrainegespräche sollen nach Anganen der USA weitergehen. Selenskyj warnt vor einer neuen russischen Offensive. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der US-Gesandte Steve Witkoff sieht Fortschritte bei den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Er erklärte, dass die Gespräche nach einem umfangreichen Gefangenenaustausch, der kürzlich zwischen Washington, Kiew und Moskau vereinbart wurde, weitergehen.

In einem Beitrag auf X schrieb Witkoff, dass die Ukraine und Russland diese Woche einen weiteren Gefangenenaustausch durchgeführt hätten, bei dem 1.000 Personen zurückkehrten. Der Austausch sei Ergebnis der Gespräche, die während der trilateralen Verhandlungen in Genf mit den Vereinigten Staaten geführt worden seien.

Die USA könnten Finanzminister Scott Bessent zufolge weitere Sanktionen gegen russisches Öl aufheben. Es befänden sich Hunderte Millionen Barrel sanktioniertes Rohöl auf See, sagt Bessent dem Sender Fox Business. Durch eine Aufhebung der Sanktionen könne das Finanzministerium das Angebot ausweiten. „Wir prüfen das“, fügt er hinzu.

Am Vortag hatte Washington eine Ausnahmeregelung für russisches Rohöl auf dem Weg nach Indien erlassen. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ist der Preis für US-Öl der Sorte WTI am Freitag um zwölf Prozent gestiegen.

Russland bereitet nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Frühjahrsoffensive in Donezk vor. Selenskyj äußerte sich bei einem Truppenbesuch an der Front in dieser ostukrainischen Region. „Heute besuchen wir die Region Donezk, unser Land und unsere Soldaten“, erklärte er in der Telegram-App und postet ein Selfie-Video aus der Stadt Druschkiwka. „Es ist wichtig, dass unsere Stellungen stark sind. Das Böse muss gestoppt werden. Die Ukrainer hier im Donbass tun genau das.“

Der industriell geprägte Donbass besteht aus den Regionen Donezk und Luhansk, die zum Teil vom russischen Militär besetzt sind. Russlands Staatschef Wladimir Putin fordert in den Gesprächen mit der Ukraine über ein Ende des Kriegs die volle Kontrolle über das Gebiet.

Die Führung in Moskau hat die Pläne in Finnland zur Aufhebung der Beschränkungen für Atomwaffen auf finnischem Staatsgebiet als Bedrohung für Russland eingestuft und mit Konsequenzen gedroht. „Durch die Stationierung von Atomwaffen auf seinem Territorium beginnt Finnland, uns zu bedrohen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag vor Journalisten. „Wenn Finnland uns bedroht, werden wir geeignete Maßnahmen ergreifen.“

Finnland ist EU- und Nato-Land und teilt sich eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland. Am Donnerstag hatte die finnische Regierung angekündigt, ein Gesetz zur Einschränkung von Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet aufzuheben. Für diesen Kurswechsel ist eine Änderung des finnischen Atomgesetzes und seines Strafgesetzbuches nötig.