Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, ​die Rentenhöhe künftig nicht an einem festen
Renteneintrittsalter, sondern an der Zahl der Arbeitsjahre zu orientieren. Es gehe weniger um die Frage, ob jemand mit 61,
65 oder 68 Jahren in den ​Ruhestand gehe, sagte Merz ⁠auf einer Wahlkampfveranstaltung der
CDU Baden-Württemberg in Ravensburg. ​Es gehe darum, wann jemand
angefangen habe zu arbeiten und wie lange er ‌gearbeitet habe.

In seiner Rede kritisierte er auch die momentane Diskussion über eine Rentenhaltelinie von 49 Prozent. Entscheidender sei, dass man früh mit einer privaten Altersvorsorge beginne, sagte der Kanzler. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen früh genug beginnen, für ihr Alter auch zu sparen“, sagte Merz. Man habe mit der SPD im Koalitionsvertrag bereits vereinbart, nicht mehr allein auf die gesetzliche Rentenversicherung zu schauen, sondern
auch auf die kapitalgedeckte betriebliche und kapitalgedeckte private
Altersversorgung.

Der Bundeskanzler forderte außerdem umfassende Sozialreformen ​noch
in diesem Jahr. Denn in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode ab 2027 seien Reformen weniger wahrscheinlich. Er erneuerte auch seine Forderung, dass in Deutschland mehr gearbeitet
werden müsse. „Mit
Work-Life-Balance und einer ​Viertagewoche werden wir unseren
Wohlstand nicht erhalten“, sagte Merz.

In Baden-Württemberg wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt. CDU-Chef Merz trat beim Wahlkampfabschluss seiner Partei auf.

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