Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj warnt vor russischer Frühlingsoffensive
Aktualisiert am 07.03.2026 – 07:08 UhrLesedauer: 16 Min.
Player wird geladen
Aufnahmen zeigen Drohnen über russisch kontrollierter Kaukasusregion. (Quelle: t-online)
Der ukrainische Präsident bereitet sein Land auf neue Angriffe vor. Die Ukrainegespräche sollen nach Angaben der USA weitergehen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt. Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet dafür seien, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Dabei befand er sich in der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt.
Zuvor hatte Selenskyj mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht. Es ist nicht die erste Reise Selenskyjs ins Frontgebiet. Die Region Donezk ist schwer umkämpft, die Ukrainer halten noch etwa ein Fünftel des Territoriums, darunter aber auch den gut ausgebauten Verteidigungsgürtel um das Ballungsgebiet rund um Slowjansk und Kramatorsk.
Nach längerer Pause verhandeln Moskau und Kiew inzwischen wieder über einen Weg zur Beendigung des Kriegs. Russland fordert dabei für ein Ende der seit mehr als vier Jahre andauernden Kampfhandlungen den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dieser Region. Kiew lehnt diese Forderung ab.
Der US-Gesandte Steve Witkoff sieht Fortschritte bei den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Er erklärte, dass die Gespräche nach einem umfangreichen Gefangenenaustausch, der kürzlich zwischen Washington, Kiew und Moskau vereinbart wurde, weitergehen.
In einem Beitrag auf X schrieb Witkoff, dass die Ukraine und Russland diese Woche einen weiteren Gefangenenaustausch durchgeführt hätten, bei dem 1.000 Personen zurückkehrten. Der Austausch sei Ergebnis der Gespräche, die während der trilateralen Verhandlungen in Genf mit den Vereinigten Staaten geführt worden seien.
Die USA könnten Finanzminister Scott Bessent zufolge weitere Sanktionen gegen russisches Öl aufheben. Es befänden sich Hunderte Millionen Barrel sanktioniertes Rohöl auf See, sagt Bessent dem Sender Fox Business. Durch eine Aufhebung der Sanktionen könne das Finanzministerium das Angebot ausweiten. „Wir prüfen das“, fügt er hinzu.