JVA, Bordell, Autofriedhof
Das sind die schaurigsten Lost Places in Düsseldorf
Aktualisiert am 07.03.2026 – 07:28 UhrLesedauer: 3 Min.
Oldtimer-Wracks auf dem Autofriedhof Neandertal: In dem ungewöhnlichen Skulpturenpark stehen 50 von ihnen. (Quelle: Kraft/imago-images-bilder)
Düsseldorf hat eine dunkle, vergessene Seite: Lost Places, die von vergangenen Zeiten erzählen. Ein Bordell, eine Brauerei und ein Autofriedhof gehören dazu.
Lost Places – sie stehen leer, ihnen droht der Verfall und trotzdem haben sie einen gewissen Charme. Von den verlorenen Orten gab es in Düsseldorf bis vor ein paar Jahren jede Menge. Verlassene Fabriken, Geistervillen und alte Bahnhofsgebäude. Inzwischen wurden einige von ihnen abgerissen, die Plätze, an denen sie standen sind neu bebaut. Einige sind aber noch heute bei sogenannten „Urban Explorern beliebt.
1,5 Millionen D-Mark kostete der Bau der Villa Sohl für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Thyssen AG mit umstrittener NS-Vergangenheit, Hans Günther Sohl. Unter dem Keller der Villa befindet sich ein Atomschutzbunker mit anderthalb Meter dicken Wänden. Er sollte die Familie vor Kriegsangriffen und Gammastrahlung schützen.
Eigentlich soll der Park der Villa Sohl wiederhergestellt werden. Doch er droht immer mehr zu verfallen. Bis zum Tod der Witwe Sohls wurde die Anlage von den Gärtnern der Thyssen AG gepflegt. Das ist mittlerweile über 20 Jahre her.
Die Villa wurde zwischenzeitlich als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. 2017 hat das Bauunternehmen Lanzareth das Grundstück gekauft. Noch ist unklar, ob die Villa saniert oder das Grundstück neu bebaut wird.
In der ehemaligen Hermes-Papierfabrik im Düsseldorfer Hafen haben sich schreckliche Szenen abgespielt. Ein damals 17-Jähriger hat 2017 ein 15 Jahre altes Mädchen umgebracht. Berichten zufolge sollen bedrohliche Stimmen den Teenager dazu gezwungen haben. Der 17-Jährige wurde dauerhaft in eine Psychiatrie eingewiesen.
Seither nahm das Schicksal der Papierfabrik seinen Lauf. Sie wurde rund ein Jahr später abgerissen. Heute stehen dort Bürogebäude anstelle der Fabrik.
Jahrzehntelang haben sich hier Menschen amüsiert, heute steht eine neue Tankstelle anstelle des ehemaligen Freudenhauses an der A52 bei Düsseldorf. Das Bordell galt lange Zeit als beliebter Lost Place. Ein Samtsofa, alte Betten und eine Tabledance-Bar konnten Urban Explorer bis vor knapp vier Jahren hier entdecken.
Das Bordell befand sich neben einer Tankstelle. Der Besitzer lebte ebenfalls auf dem Areal. Von ihm soll sich eine alte Schallplattensammlung auf dem Gelände befunden haben.
