Am 8. März wird in Nürnberg gewählt. Dann entscheidet sich, wer in den Stadtrat einzieht und wer Stadtoberhaupt wird. t-online stellt die Parteien vor.

Nürnberg wählt 2026 einen neuen Stadtrat und einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Der amtierende Marcus König tritt für die CSU erneut an. Unter anderem Nasser Ahmed von der SPD und Britta Walthelm von den Grünen fordern ihn heraus. Weitere Kandidaten aus verschiedensten Parteien treten für den Stadtrat an. Der Stadtrat, bestehend aus 70 Mitgliedern, ist die politische Vertretung der Bürger und damit das höchste Gremium, das über alle wichtigen Angelegenheiten in der Stadt entscheidet. Die Kommunalwahl findet alle sechs Jahre statt.

Seit 2020 ist die CSU mit 21 Sitzen die stärkste Fraktion. Die SPD kommt auf 18 Sitze, die Grünen auf 14.

Wofür stehen die einzelnen Parteien, was treibt sie an – und was wollen sie für Nürnberg erreichen? t-online hat dazu allen größeren Parteien dieselben Fragen gestellt. Hier sind die Antworten von Spitzenkandidatin Britta Walthelm im Namen der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion:

Nehmen wir an, die Grünen müssten einen Slogan für Nürnberg entwickeln. Wie würde der lauten?

Ich bin keine Werbetexterin, aber ich verbinde Nürnberg ganz stark mit Vielfalt, Miteinander, Erfindungsgeist und unaufgeregter Lebensqualität.

Wofür stehen die Grünen in Nürnberg? Und was sind Ihre drei zentralen Ziele für die kommende Wahlperiode?

In Nürnberg zählt nicht, woher du kommst, wie du aussiehst, wen du liebst … sondern das, was du tust und wie du dich einbringst. Meine Ziele sind: Erstens ein wetterfestes Nürnberg schaffen mit einer Vorsorge gegen Hitze und Starkregen. Dafür braucht es weniger Versiegelung und mehr Grün und Versickerungsflächen. Aber auch einen effektiven Schutz für kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser. Zweitens ein Nürnberg, das vorankommt: mit zuverlässigen Öffis, sicheren Rad- und Fußwegen und übersichtlichen Kreuzungen. Baustellen sollten besser koordiniert werden, damit Wege nicht plötzlich enden oder Umleitungen lang und unverständlich sind. Und drittens ein Nürnberg, das funktioniert: mit ausreichend Betreuungsplätzen, guten Schulen, keinem Müll auf den Straßen und einem schnellen Termin beim Bürgeramt. Das ist das Pflichtprogramm für mehr Vertrauen in unsere Demokratie und für gute Standortbedingungen für unsere Unternehmen.