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Minehead – Der Super-Darts-Freitag bei den UK Open im englischen Minehead ist Geschichte. Die 152 Partien auf acht verschiedenen Boards lieferten wieder unfassbare Highlights. Stark: Vier der 16 deutschen Teilnehmer haben den Sprung in die Runde der letzten 32 geschafft und sind somit am Samstag noch dabei!
Für ihn ist das Erreichen der fünften Runde ganz besonders: Kai Gotthardt (30). Denn: Gotthardt ist der einzige Spieler, der schon in der ersten Runde antreten musste und immer noch im Turnier ist. Zur Erinnerung: Die Weltranglisten-Position entscheidet darüber, wann die Spieler ins Turnier einsteigen. Als Nummer 100 der Welt war Gotthardt also schon früh am Freitag gefordert und überstand die ersten drei Runden. Inklusive eines Sieges gegen Niko Springer.

Auf den Außen-Boards 3-8 wird es immer wieder laut und hitzig
Foto: picture alliance/empics
Ärger bei Gotthardt-Sieg
Am Abend traf Gotthardt auf den Engländer Tom Sykes. Ein unangenehmes Los. Denn: Auf den Außen-Boards steht das Publikum nur wenige Meter hinter den Spielern, mehrere Spiele laufen gleichzeitig und oft wird es richtig laut, wenn der Spieler-Anhang den eigenen Schützling anfeuert. Gotthardt-Gegner Sykes hatte eine Menge Fans mit, die dem Deutschen mit ihren Anfeuerungen das Leben schwer machten.
Gotthardt ließ sich teilweise auf den Trash-Talk ein, provozierte einen Sykes-Fan, als er seinen Dart zur 9:7-Führung verwandelte. Dafür gab es eine fette Verwarnung vom Unparteiischen. Am Ende blieb der Deutsche cool, gewann und zog in den Samstag ein. Dort wartet jetzt Holland-Dominator Michael van Gerwen (36).
Die weiteren Deutschen in Runde 5 sind Martin Schindler (29/10:8-Sieg gegen Joe Cullen), Gabriel Clemens (42/10:9-Sieg gegen Richard Veenstra) und Dominik Grüllich (10:8-Sieg gegen Niall Culleton).

Spielt aktuell seine erste Saison auf der Profi-Tour: Charlie Manby (20)
Foto: Getty Images
Auch WM-Held Manby in Streit verwickelt
Beim Drittrunden-Spiel zwischen dem WM-Achtelfinalisten Charlie Manby (20) und James Hurell (41) war ebenfalls eine Menge Feuer drin. Denn: Das Publikum stellte sich klar auf die Seite des Shooting-Stars – sehr zum Unmut von Hurell. Immer wieder gab es Zwischenrufe, die ihn irritierten.
Schon beim Stand von 5:4 für Manby reagierte Hurell erstmals auf die Fans, gestikulierte dem Manby-Anhang zu. Als Manby das Match mit 6:4 beendete, hielt sich Hurrel witzelnd die Ohren zu.
Davon fühlte sich Manby provoziert. Ein Wortgefecht folgte. Manby baute sich vor Hurrel auf, fauchte ihn an. Der Unparteiische musste die beiden Kontrahenten voneinander trennen. Als Hurell vom Board lief, gab Manby noch einen provokanten Jubelschrei von sich – und ließ sich anschließend von seinem Anhang feiern. Am Abend verlor Manby sein Spiel gegen Ryan Joyce und schied aus.
Mehr zum ThemaDie Auslosung
Nach Beendigung der vierten Runde wurden die Partien für die fünfte Runde am Samstagnachmittag (ab 14 Uhr/live bei DAZN und Sport1) ausgelost. Die Achtelfinals finden am Abend statt. Alle Spiele im Überblick:
Bühne 1:
Gary Anderson – Martin Schindler
Wessel Nijman – Gerwyn Price
Kevin Doets – Luke Littler
Luke Humphries – Dave Chisnall
Bühne 2:
Darryl Pilgrim – Jonny Clayton
Peter Wright – Danny Noppert
Mike de Decker – Rob Cross
Kai Gotthardt – Michael van Gerwen
Bühne 3:
Ross Smith – Daryl Gurney
Mensur Suljovic – Stephen Bunting
Josh Rock – Dominik Grüllich
Ryan Joyce – Keane Barry
Bühne 4:
Martin Lukeman – Madars Razma
Gabriel Clemens – James Wade
Oskar Lukasiak – Krzysztof Ratajski
Ryan Searle – Michael Smith